Dok.-Nr.: 2000383

DATEV Redaktion LEXinform

Pressemitteilung vom 19.04.2018

Schwacke Newsletter April 2018


Neu: Schwacke Insights April - monatliche Kennzahlen im Überblick

Der März zeigte für Dieselfahrzeuge einen zu erwartendenTrend mit ansteigenden Angebotsmengen und Standtagen, sodass sich in den kommenden Monaten die negative Preisentwicklung der 2-4jährigen weiter fortsetzen wird. Die sich im vergangenen Monat andeutende Abschwächung des positiven Preistrends der Benziner setzt sich ebenfalls weiter fort, von einer Trendwende zu sprechen wäre allerdings verfrüht angesichts der immer noch ansteigenden Verkaufszahlen, die durch Zulauf von Nachschub offenbar nicht aufgefüllt werden. Die alternativ angetriebenen Fahrzeuge zeigen ein vertrautes Bild und verkaufen sich erheblich schneller als noch vor einem Jahr. Mit dem Toyota Auris hat es ein Hybridmodell sogar unter die Top 5 Schnelldreher des Monats geschafft.�

Hier geht es zum Download: Schwacke-Insights-2018-04


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Segment-Entwicklung 04/2018 - SchwackeBlickpunkt: obere Mittelklasse

In der Dienstwagenklasse für das gehobene Management spielen vor allem drei Marken in puncto Absatzzahlen eine Rolle. Doch bei den Restwerten gleicht sich vieles wieder aus.�

Blickt man in die Zulassungsstatistik, könnte sich mancher Hersteller sein Engagement in der oberen Mittelklasse eigentlich auch sparen. So kamen auf die 30 im ersten Quartal des Jahres verkauften Lexus GS im Gegenzug 10.565 Modelle der Mercedes E-Klasse - und dabei verzeichnet Mercedes in diesem Segment noch einen vergleichsweise hohen Privatkundenanteil, macht also nicht ausschließlich Absatz über Flottengeschäfte. Nachdem es hier jedoch auch ums Prestige geht und Modelle dieses Segments natürlich nicht nur für den deutschen Markt entwickelt werden, stellen sich immer noch etliche Hersteller der Dreier-Dominanz aus Audi, Mercedes und BMW. Zumindest nach Zahlen ist das tapfer, denn Audi A6, BMW 5er und die E-Klasse machen aktuell rund 93 Prozent der Zulassungszahlen in der oberen Mittelklasse alleine unter sich aus. Doch abgerechnet wird, wie der Volksmund weiß, zum Schluss, und hier hält die Schwacke-Prognose zur künftigen Restwertentwicklung interessante Zahlen bereit.�


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Denn obwohl in diesem prestigeträchtigen Segment der jeweilige Modellzyklus eine besonders ausgeprägte Rolle spielt, hält sich der erwähnte Lexus GS künftig bei immerhin 52,6 Prozent und damit oberhalb des Segmentdurchschnitts. Die besten Zukunftsaussichten fährt in der Schwacke-Berechnung jedoch die Ende 2016 eingeführte G30-Baureihe des BMW 5er ein, gefolgt vom noch jüngeren VW Arteon. Dass ein jugendliches Alter die Wertentwicklung nicht alleinentscheidend prägt, zeigt hingegen der 2015 debütierte Jaguar XF, der sich dem inzwischen fast acht Jahre alten Audi A6 auf den letzten Platz unterordnen muss.�

Schwacke Newcomer April 2018

Neue Modelle im Forecast - Zweimal A, zweimal Premium - Digital ist der neue Standard�

Im April haben wir wieder für zwei interessante Fahrzeugneuerscheinungen die ersten Restwertprognosen in unsere Datenbank aufgenommen:�

Der Audi A7 gehört wie seine Wettbewerber BMW 6er GT/Gran Coupé und Mercedes CLS innerhalb des Markenportfolios eher zu den zahlenmäßig kleinsten Baureihen. Alle drei haben sich aber mit ihrem „paradoxen“ Konzept eines viertürigen Coupés ihre Bedeutung als sportliche Alternative zu den eher klassischen Limousinen und Kombis der Oberklasse erhalten und platzieren sich optisch und preislich zwischen dieser und der nächst höheren Klasse. Restwerttechnisch leidet dieses Segment wie seine „kleineren Verwandten“ unter der Dieselthematik und dem wachsenden Interesse an SUVs. Schließlich halten auch hier nun zunehmend Coupé-Versionen Einzug.�


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Die Mercedes A-Klasse hingegen ist ein Stückzahlbringer für seinen Erbauer und rangiert je nach Lebenszyklus - wie zuletzt in 2016 - auf Rang 3 innerhalb des Markenportfolios hinter seinen großen Verwandten C- und E-Klasse. Da stellt die Erneuerung der Baureihe einen heiklen Schritt dar. Wer die heutige A-Klasse allerdings mit der Elchtest-Generation von vor 20 Jahren vergleicht, wird konzeptionell wenig wieder erkennen und das heutige Modell hat das „Hochdach“ längst an seinen Bruder B-Klasse abgetreten. Dem Wiederverkaufswert hat neben dem veränderten Markenimage dieser Konzeptwechsel sehr gut getan.�

Die aktuelle Generation bietet, trotz der Position am unteren Rand des Mercedes-Portfolios fast alles, was das Premium-Herz begehrt. Das serienmäßige Digitaldisplay setzt hierbei eine Marke für das Segment und ebnet auch hier bedientechnisch den Weg für künftige Generationen mit Options on demand. Insgesamt ist in diesem an sich preissensiblen Segment der Trend angekommen, dass die eigentlichen Innovationen elektronischer Natur sind.�

Der einzige aktuell verfügbare Diesel verfügt über SCR Kat und bietet damit zumindest in puncto Fahrverbot relative Sicherheit. Zuletzt entschied sich aber ohnehin nur noch weniger als jeder Vierte für einen Selbstzünder. Diese Präferenz hilft der neuen A-Klasse aber vielleicht auch wieder näher an die Verkaufszahlen der direkten Wettbewerber aus Ingolstadt und München heranzukommen.�

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Quelle: EurotaxSchwacke (Auszug aus dem Schwacke Newsletter)

Schlagwörter:

KFZ-Bewertung, PKW-Bewertung, Automietpreise, Neuwagen, Gebrauchtwagen, Restwert, Nutzungsausfall


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