Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410 Euro nicht übersteigen, wird als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Bewegliche Anlagegegenstände werden seit 2010 ausschließlich linear abgeschrieben. Vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte bewegliche Anlagegegenstände werden linear oder soweit steuerlich zulässig auch degressiv abgeschrieben. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald dies zu höheren Jahresabschreibungen führt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Anschaffungspreis von 150 Euro werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungspreis über 150 Euro bis 410 Euro werden aktiviert und im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Enthaltene Fremdwährungsbeträge werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der Anschaffung bewertet.

Vorräte werden mit den individuellen Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. mit den gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die die Voraussetzungen des §240 Abs. 3 S. 1 HGB erfüllen, werden Festwerte gebildet. Liegen niedrigere Tageswerte vor, werden diese angesetzt. Beim Ansatz der Herstellungskosten sind anteilige Verwaltungs- und Sozialkosten nicht einbezogen worden. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit usw. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Aktive Rechnungsabgrenzungen werden nur gebildet, soweit der abzugrenzende Einzelposten 400 Euro übersteigt.

Die Pensionsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt unter Verwendung der „Heubeck‘schen Richttafeln 2005G”. Der Rechnungszinsfuß, der sich aus einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, beträgt 4,08%, die Gehaltsdynamik wird mit 2,0% und die Rentendynamik mit 2,0% berücksichtigt. Gemäß §246 Abs. 2 S. 2 HGB wird der Zeitwert des Deckungsvermögens mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Die Abzinsung erfolgt erstmals mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Der Bewertungsunterschied im Vergleich zur bisherigen Ermittlung mit einem Rechnungszinssatz auf Basis der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt −2.085.869 Euro.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die versicherungsmathematischen Berechnungen der Rückstellungen für Dienstjubiläen sind nach der Projected Unit Credit Methode unter Anwendung der „Heubeck‘schen Richttafeln 2005G“ durchgeführt. Dabei wird gemäß der bestimmten durchschnittlichen Restlaufzeit von zehn Jahren ein Rechnungszins von 2,97% angesetzt. Als Gehaltstrend sind 2,0% und als Fluktuationsabschlag 1,0% angenommen. Aufgrund der Ablösung des Teilwertverfahrens zugunsten der ProjectedUnit-Credit-Methode ergibt sich zum Stichtag ein geringerer Erfüllungsbetrag von 1.745 TEuro.

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Sabbatical werden die „Heubeck‘schen Richttafeln 2005G“ zugrunde gelegt. Dabei wird gemäß der durchschnittlichen Restlaufzeit von zwei Jahren ein Rechnungszins von 1,77% angesetzt. Als Gehaltstrend werden bei Verträgen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2,0% angenommen.

Für die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Vorruhestand im Produktionsbereich werden die „Heubeck‘schen Richttafeln 2005G“ zugrunde gelegt. Dabei ist gemäß der bestimmten durchschnittlichen Restlaufzeit von einem Jahr ein Rechnungszins von 1,66% angesetzt. Als Gehaltstrend werden 2,0% angenommen.

Die übrigen in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechend ihrer Laufzeiten mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Das Disagio für aufgenommene Darlehen innerhalb des Bilanzpostens „Sonstige Verbindlichkeiten” wird gemäß §250 Abs. 3 HGB aktiv abgegrenzt.

Die Bilanzierung erfolgt vor Verwendung des Jahresüberschusses.