Umsatz

DATEV erzielte im Jahr 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 928,3 Mio. Euro (2015: 885,2 Mio. Euro) und konnte erneut bei stabilen Preisen die sehr guten Umsatzzahlen des Vorjahres übertreffen sowie die erfreuliche Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen. Das Wachstum von 43,1 Mio. Euro bzw. 4,9% gegenüber dem Vorjahr wurde von allen Produktgruppen getragen.

Aufwandspositionen 2015

Zum vierten Mal in Folge erzielte die Produktgruppe Rechnungswesen mit 12,7 Mio. Euro (2015: 14,3 Mio. Euro) das größte absolute Umsatzwachstum aller Produktgruppen. Innerhalb der Produktgruppe wurde ein Großteil der Umsatzsteigerung mit Mitgliedern (8,5 Mio. Euro) erzielt. Die Lösungen für Unternehmen erwirtschafteten knapp 4,2 Mio. Euro des Umsatzwachstums.

Aufwandspositionen 2015

Die Produktgruppe Personalwirtschaft erwirtschaftete ein Umsatzwachstum von 7,5 Mio. Euro (2015: 3,9 Mio. Euro). Die Zahl der mittels DATEV-Software abgerechneten Arbeitnehmer erhöhte sich zwischenzeitlich auf über 12 Millionen pro Monat und konnte gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden.

Die Produktgruppe IT&Organisation Businessprodukte setzte ihr Wachstum im Jahr 2016 weiter fort. Das Umsatzwachstum von 5,7 Mio. Euro (2015: 4,8 Mio. Euro) gründete sich wieder primär auf das Dokumentenmanagementsystem (DMS).

Mit einem Umsatzplus von 4,5 Mio. Euro (2015: 1,5 Mio. Euro) blieb die Produktgruppe IT-Management weiterhin auf Erfolgskurs. Im Produktgruppenvergleich wurde hier das höchste relative Umsatzwachstum erzielt. Grund hierfür war die erfreuliche Anwenderentwicklung der Lösungen DATEV-Smart-IT, PARTNERasp und DATEVasp.

Aufwand

Der Betriebsaufwand stieg im Jahr 2016 auf 876,0 Mio. Euro (2015: 831,7 Mio. Euro). Dies entsprach einer Steigerung um 44,3 Mio. Euro bzw. 5,3%. Die Erhöhung resultierte nicht zuletzt aus Aufwendungen für Zukunftsthemen, die sich aufgrund des Mehreinsatzes an personellen und materiellen Ressourcen in allen Aufwandsarten auswirkten.

Aufwandspositionen 2015

Der Materialaufwand erhöhte sich um 17,0 Mio. Euro auf 69,2 Mio. Euro (2015: 52,2 Mio. Euro). Hauptgrund hierfür war die Umgliederung umsatzbezogener Fremdleistungen (Fremdprogrammierung, Referentenleistungen und Seminarveranstaltungen) von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen, um dem Grundsatz der Klarheit und Übersichtlichkeit aufgrund von steigenden Volumina Rechnung zu tragen. Darüber hinaus führten höhere umsatzbezogene Portokosten zu einer weiteren Steigerung.

Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr um 24,0 Mio. Euro auf 553,1 Mio. Euro (2015: 529,1 Mio. Euro). Neben einer gestiegenen Mitarbeiterzahl waren der turnusgemäße Gehaltsrundenabschluss sowie zugesagte Leistungsprämien für die Aufwandssteigerung ausschlaggebend.

Die Abschreibungen stiegen um 1,5 Mio. Euro auf 51,3 Mio. Euro (2015: 49,8 Mio. Euro). Die Steigerung war im Wesentlichen auf eine verstärkte Investitionstätigkeit in Rechenzentrumstechnologien zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 1,9  Mio.  Euro und beliefen sich im Geschäftsjahr auf 202,5 Mio. Euro (2015: 200,6 Mio. Euro). Zu diesem Anstieg führten insbesondere höhere Aufwendungen für Hard- und Software und Telekommunikation aufgrund der weiter gestiegenen Nachfrage nach Rechenzentrumsleistungen. Die verstärkte Präsenz auf Messen und Kongressen führte zu höheren Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen Personalaufwendungen aufgrund eines vorübergehend höheren Bedarfs an Zusatzkapazitäten und der Betriebsfeier zum 50. DATEV-Jubiläum. Gegenläufig wirkte die Umgliederung umsatzbezogener Fremdleistungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Aufwendungen für bezogene Leistungen.

Ergebnis

Das Betriebsergebnis lag mit 54,3 Mio. Euro (2015: 56,7 Mio. Euro) um 2,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

An die Mitglieder werden 39,6 Mio. Euro netto in Form einer Rückvergütung ausgezahlt (2015: 38,1 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verbesserte sich um 1,5 Mio. Euro auf -5,7 Mio. Euro (2015: −7,2 Mio. Euro). Grund hierfür war insbesondere die zum 31. Dezember 2015 letztmalig durchgeführte Verlustübernahme aus dem bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der DATEV IT Dienstleistungs- und Service GmbH. Das Finanzergebnis bestand im Geschäftsjahr überwiegend aus Zinsaufwendungen für die Finanzierung des DATEV IT-Campus 111 sowie einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der DATEV.pl Sp. z o.o. (Polen) in Höhe von 1,5 Mio. Euro.

Als Ergebnis nach Steuern verbleiben 5,1 Mio. Euro gegenüber 6,5 Mio. Euro im Vorjahr. Nach Abzug der sonstigen Steuern beträgt der verbleibende Jahresüberschuss 4,2 Mio. Euro (2015: 5,9 Mio. Euro).