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Aktuelle Änderungen

09.08.2025

Kapitel 2.2 und 2.3 wegen Änderungen bei der Nutzung von DATEV SmartVerify überarbeitet.

1 Über dieses Dokument

In diesem Dokument erfahren Sie, wie Sie den EBICS-Zugang in DATEV Bank online anlegen und initialisieren. Wie Sie die 2-Faktor-Authentifizierung mit DATEV SmartVerify einrichten sowie einen bestehenden EBICS-Benutzer weitere Konten hinzufügen.

Mit dem EBICS-Zugang können Lastschriften und Überweisungen in DATEV Bank online vorgenommen sowie Kontoumsätze vom Kreditinstitut abgeholt werden.

2 Vorgehen

Hilfe-Video

Bank online - EBICS einrichten (Dauer: 03:21, Stand: 16.05.2024)

Hinweis
Änderungen mit Verification of Payee (VoP) bei der Nutzung des EBICS-Verfahrens

Ab dem 05. Oktober 2025 ergeben sich durch die EU-Verordnung 2024/886 folgende Änderungen:

  • Gesetzlich verpflichtende Empfängerüberprüfung (Opt-In) bei SEPA-Einzelzahlungen.

  • Optionale Empfängerüberprüfung bei SEPA-Sammelzahlungen.

    • Auswahl zwischen Opt-In (mit Empfängerüberprüfung) und Opt-Out (ohne Empfängerüberprüfung) im Programm DATEV Zahlungsverkehr oder DATEV Bank online.

  • Beim Senden von Zahlungen mit Opt-In (mit Empfängerüberprüfung):

    • Empfängerüberprüfung wird bankseitig durchgeführt. Das Ergebnis der Empfängerüberprüfung wird in der EBICS-Freigabe (VeU) im DATEV-Programm angezeigt.

    • Jeder Auftrag mit Erstunterschrift (A) und Zweitunterschrift (B) oder Einzelunterschrift (E) wird direkt an die Bank übermittelt.

    • Im Programm DATEV Zahlungsverkehr oder DATEV Bank online erfolgt keine Prüfung mehr auf Erstunterschrift (A) und Zweitunterschrift (B) oder Einzelunterschrift (E).

    • Die weiteren zur Zahlungsfreigabe erforderlichen Unterschriften werden über die EBICS-Freigabe (VeU) in dem DATEV-Programm oder über eine eigene Bankensoftware geleistet.

  • Wenn die Empfängerüberprüfung bei SEPA-Sammelzahlungen nicht genutzt wird (Opt-Out), ändert sich der Zahlprozess nicht.

Weitere Informationen: Verification of Payee (VoP) bei SEPA-Überweisungen (Dok.-Nr. 1038957)

2.1 EBICS-Zugangsdaten beim Kreditinstitut beantragen

Wenn Sie die Zugangsdaten beim Kreditinstitut beantragen, beachten Sie Folgendes:

Einmalige Vergabe der Kunden-ID und Auswirkungen auf den Umsatzabruf:

  • Pro Kunde oder Unternehmen darf das Kreditinstitut nur eine Kunden-ID vergeben. Unter dieser Kunden-ID werden sämtliche Bankkonten des Kunden beim Kreditinstitut verwaltet. In vielen Fällen gilt eine einzige Kunden-ID für mehrere Kontoverbindungen. Beim Abruf von Kontoumsätzen werden alle Umsätze aller Konten, die unter dieser Kunden-ID geführt werden, abgerufen – unabhängig davon, welche einzelne Kontoverbindung ausgewählt wurde. Deshalb empfiehlt DATEV dieselbe Kunden-ID nicht gleichzeitig für mehrere Unternehmen zu verwenden. Dadurch stellen Sie sicher, dass Umsätze nicht missbräuchlich in mehreren Beständen in DATEV Unternehmen online sichtbar sind. Andernfalls ist eine datenschutzkonforme Datentrennung von Kontoumsätzen in den unterschiedlichen Beständen nicht möglich.

Konsistenz innerhalb eines Unternehmensbestands:

  • Innerhalb eines DATEV Unternehmen online-Bestands muss für alle EBICS-Benutzer dieselbe Kunden-ID verwendet werden, wenn es sich um Konten beim gleichen Kreditinstitut handelt.

Unterschied zwischen Kunden-ID und User-ID:

  • Die Kunden-ID ist unabhängig von der Anzahl der kontobevollmächtigten Personen. Jede berechtigte Person erhält vom Kreditinstitut eine eigene User-ID, die unter der gemeinsamen Kunden-ID geführt wird.

Separate EBICS-Zugänge pro Programm erforderlich:

  • Sie benötigen pro Programm (DATEV Zahlungsverkehr, DATEV Bank online, Bankportal) einen separaten EBICS-Zugang.

Separate EBICS-Zugänge pro Mandantenbestand erforderlich:

  • Ein EBICS-Zugang ist jeweils nur für einen Mandantenbestand gültig.
    Sind in DATEV Unternehmen online mehrere Mandantenbestände angelegt, muss für jeden Mandantenbestand ein eigener EBICS-Zugang mit separaten Zugangsdaten beim Kreditinstitut beantragt werden.

Beispiel:

Die EBICS-Zugangsdaten wurden erfolgreich in einem Mandantenbestand in DATEV Unternehmen online initialisiert. Sie möchten EBICS in einem weiteren Mandantenbestand nutzen.

Für den weiteren Bestand müssen Sie neue EBICS-Zugangsdaten bei dem Kreditinstitut beantragen.

2.2 DATEV SmartVerify

Um das EBICS-Verfahren in DATEV Bank online zu nutzen, benötigen Sie zusätzlich DATEV SmartVerify für die 2-Faktor-Authentifizierung.

Was bedeutet 2-Faktor-Authentifizierung?

EBICS ist ein kryptographisches Verfahren, bei dem Zahlungsaufträge elektronisch signiert werden. Die Einrichtung und Nutzung von EBICS in DATEV Bank online wird zusätzlich mit einer 2-Faktor-Authentifizierung abgesichert. Bei der Absicherung ist z. B. bei Zahlungen ein weiteres Sicherheitsmerkmal, außerhalb von DATEV Bank online erforderlich. Für die 2-Faktor-Authentifizierung bedeutet dies, dass Sie DATEV SmartVerify verwenden müssen.

Die Nutzungsart von DATEV SmartVerify ist je verwendetem Zugangsmedium (DATEV mIDentity oder DATEV SmartLogin) unterschiedlich.

Übersicht zur Nutzungsart DATEV SmartVerify

Zugangsmedium

Nutzungsart von DATEV SmartVerify

DATEV mIDentity

DATEV SmartCard

Ab der Version 8.02 des Sicherheitspakets bzw. des Sicherheitspakets compact ist DATEV SmartVerify Bestandteil des Sicherheitspakets und muss nicht separat installiert werden.

DATEV SmartLogin

Nutzung über die App DATEV SmartLogin.

Weitere Informationen: https://go.datev.de/smartverify

2.3 EBICS-Benutzer anlegen

Dieselben EBICS-Zugangsdaten können nur einmal verwendet werden. Bei der Initialisierung in DATEV Bank online findet eine Verknüpfung zwischen folgenden statt:

  • EBICS-Zugangsdaten

  • Mit dem zur Anmeldung verwendetem Zugangsmedium

  • Verknüpften DATEV Unternehmen online-Bestand

Eine parallele Nutzung z. B. im DATEV Zahlungsverkehr oder auf einem anderen Zugangsmedium ist mit denselben EBICS-Zugangsdaten nicht möglich.

Die EBICS-Zugangsdaten wurden mit der DATEV SmartCard initialisiert. Sie wollen zusätzlich mit DATEV SmartLogin Überweisungen oder Lastschriften tätigen und Kontoumsätze abrufen.

Für die Initialisierung des DATEV SmartLogin müssen Sie neue EBICS-Zugangsdaten bei dem Kreditinstitut beantragen.

Beim Kreditinstitut legen Sie fest, welcher Unterschriftstyp zu den jeweiligen EBICS-Zugangsdaten nötig ist. Die Unterschriftstypen haben eine unterschiedliche Legitimation. Weitere Informationen finden Sie im Dokument: Berechtigungen der Unterschriftstypen für das EBICS-Verfahren (Dok.-Nr. 1037212)

EBICS einrichten
Voraussetzung:
  • Die EBICS-Zugangsdaten vom Kreditinstitut sind vorhanden.

  • Die Auftraggeber-Bankverbindung ist in den Unternehmensangaben in DATEV Stammdaten online angelegt.

Vorgehen:
1

Im Menü: Anwendungen | Stammdaten wählen.

2

Unternehmensangaben | Registerkarte Bank | Bankverbindung verwalten wählen.

Im oberen Bereich wird die Liste der Bankverbindungen angezeigt. Im unteren Bereich können die markierten Bankverbindungen für den EBICS-Zugang administriert und die Umsatzabholung aktiviert werden.

3

Bankverbindung auswählen, für die die EBICS-Zugangsdaten angelegt werden. In der Registerkarte EBICS-Benutzer auf Neu/Hinzufügen klicken.

4

Im Dialog die EBICS-Zugangsdaten eingeben.

  • Benutzername

    Der Benutzername des EBICS-Zugangs vergeben Sie frei. Achten Sie darauf, dass keine Umlaute oder Sonderzeichen verwendet werden. Unter dem Benutzernamen werden Ihre Benutzerparameter in den Stammdaten gespeichert.

  • Benutzerkennung

    Die Benutzerkennung erhalten Sie von Ihrem Kreditinstitut. Bei manchen Kreditinstituten wird für die Benutzerkennung auch die Bezeichnung User-ID oder Teilnehmer-ID verwendet. Sie wird personifiziert für jeden EBICS-Benutzer und Kontobevollmächtigten separat vergeben

  • Berechtigung

    Die Berechtigung wird mit Ihrem Kreditinstitut vereinbart und beim Kreditinstitut hinterlegt. Die Berechtigungen unterscheiden sich je Unterschriftstyp. Berechtigungen der Unterschriftstypen für das EBICS-Verfahren (Dok.-Nr. 1037212)

  • Kunden-ID

    Die Kunden-ID erhalten Sie von Ihrem Kreditinstitut. Unter der Kunden-ID werden alle zu dem Kunden oder Unternehmen gehörenden Bankkonten beim Kreditinstitut geführt.

  • Host-Name

    Den Host-Namen erhalten Sie von Ihrem Kreditinstitut. Der Host-Name ist der Name des Bankrechners.

5

Initialisierung durchführen klicken. Die Initialisierung beinhaltet:

  • Prüfung Ihrer Zugangsdaten

  • Prüfung der öffentlichen Teile der elektronischen Signatur

  • Verschlüsselungsschlüssel und Authentifikations-Schlüssel an das Kreditinstitut übermitteln

Das Feld Status ist zu Beginn inaktiv. Nach erfolgreicher Initialisierung des Benutzers wechselt der Status automatisch auf initialisiert.

6

Initialisierung über die 2-Faktor-Authentifizierung durchführen. Wenn Sie sich mit einer DATEV SmartCard in DATEV Unternehmen online angemeldet haben:

  • DATEV SmartVerify über die Meldung in DATEV Bank online Anwendung DATEV SmartVerif öffnen und PIN eingeben öffnen.

  • SmartCard-PIN eingeben und Jetzt anmelden klicken.

Wenn Sie sich mit der App DATEV SmartLogin in DATEV Unternehmen online angemeldet haben:

  • Eine Benachrichtigung auf dem Smartphone zeigt an, dass eine Initialisierung zur Bestätigung vorliegt.

  • Die App DATEV SmartLogin öffnen und anmelden.

7

Die Initialisierungsangaben werden zur Prüfung angezeigt. Durch Klicken auf Bestätigen wird die Initialisierung des EBICS-Benutzers durchgeführt.

8

Um die Initialisierung abzuschließen, muss wieder nach DATEV Bank online gewechselt werden.

9

Nach erfolgreicher Initialisierung erhalten Sie 3 INI-Briefe. Wenn die Anschaltung und Initialisierung nicht erfolgreich waren, wird ein Dialogprotokoll generiert.

Wie Sie den INI-Brief nachträglich drucken, finden Sie im Dokument: EBICS - INI-Briefe erneut drucken in DATEV Zahlungsverkehr oder DATEV Bank online (Dok.-Nr. 1007022)

10

3 INI-Briefe unterschreiben und die 3 INI-Briefe im Original an das Kreditinstitut senden. Daraufhin schaltet das Kreditinstitut Ihren EBICS-Benutzer frei.

Nach der Freischaltung des Benutzers durch das Kreditinstitut können Sie Zahlungsaufträge senden und Kontoumsätze abholen.

2.4 Bestehendem EBICS-Benutzer weitere Konten hinzufügen

Wenn Sie einem bestehenden EBICS-Benutzer ein weiteres Konto zuordnen, muss der EBICS-Benutzer nicht erneut initialisiert werden. Durch eine erneute Initialisierung des EBICS-Benutzers werden die EBICS-Authentifizierungs-Schlüssel und Verschlüsselungsschlüssel ungültig.

Bestehendem EBICS-Benutzer weitere Konten hinzufügen
Voraussetzung:

Sie wollen einen oder mehrere EBICS-Benutzer weiteren Bankverbindungen zuordnen:

  • In DATEV Unternehmen online sind ein oder mehrere EBICS-Benutzer erfolgreich initialisiert

  • Gleicher Bestand

  • Gleiche Bankleitzahl

  • Die Auftraggeber-Bankverbindung muss in den Unternehmensangaben in DATEV Stammdaten online angelegt sein.

Vorgehen:
1

Im Menü: Anwendungen | Stammdaten wählen.

2

Unternehmensangaben | Registerkarte Bank | Bankverbindung verwalten wählen.

Im oberen Bereich wird die Liste der Bankverbindungen angezeigt.

3

Im unteren Bereich können die markierten Bankverbindungen für den EBICS-Zugang administriert und die Umsatzabholung aktiviert werden.

4

Bankverbindung auswählen, für die die EBICS-Zugangsdaten übernommen werden. In der Registerkarte EBICS-Benutzer auf Neu/Hinzufügen klicken.

5

Im Dialog unter EBICS-Zugang hinzufügen den bestehenden EBICS-Benutzer über die Liste in dem Feld Benutzername ​auswählen.

6

Auf Übernehmen klicken.

2.5 EBICS nach einem Steuerberater-Wechsel einrichten

Achtung
Achtung

Wenn ein EBICS-Konto mit archivierten Kontoumsätzen besteht und ein Steuerberater-Wechsel vorgenommen wird, ist für eine Datenübertragung ein Übertrag der Daten des DATEV Service-Rechenzentrumsverfahrens (RZ-Bankinfo) vom abgebenden Steuerberater erforderlich. Dies beinhaltet sowohl die archivierten EBICS-Kontoumsätze als auch die archivierten Zahlungsaufträge. Weitere Informationen zum Übertragen der Daten finden Sie im Dokument: Mandantendaten übertragen - RZ-Bankinfo / Archiv-Zahlungsaufträge (Dok.-Nr. 1070775)

3 Weitere Informationen

Service-TAN
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