E-Bilanz

Ab 2015 bei öffentlichen Rechtsformen Pflicht

Öffentliche und steuerpflichtige Betriebe müssen ab dem Wirtschaftsjahr 2015 E-Bilanzen einreichen. Die Vorgaben zur E-Bilanz ersetzt die bisherige Abgabe bei der Behörde in Papierform durch eine elektronische Übermittlung.

Soweit Eigenbetriebe hoheitliche Tätigkeiten erbringen, sind sie nicht steuerpflichtig und damit auch nicht verpflichtet, eine E-Bilanz abzugeben. Dies gilt auch dann, wenn sie freiwillig einen Jahresabschluss erstellen oder lediglich aufgrund von Haushaltsverordnungen dazu verpflichtet sind, zum Beispiel im Rahmen der Doppik.

Ermittelt ein Betrieb gewerblicher Art (BgA) seinen Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich, muss er eine E-Bilanz erstellen. Wenn ein Eigenbetrieb neben dem BgA hoheitliche Aufgaben erfüllt, besteht die E-Bilanz-Pflicht allerdings nur für den Teil des BgA. Der E-Bilanz-Datensatz kann auf Basis der bundesländerspezifischen Eigenbetriebsverordnungen erstellt werden. Hierzu hat die Finanzverwaltung eine eigene Ergänzungstaxonomie vorgesehen.

Abweichend vom genannten Zeitpunkt der Einreichung gewährte die Finanzverwaltung in den Fällen von Eigenbetrieben bzw. öffentlicher BgA eine zusätzliche Übergangszeit, die nun jedoch endet: Die E-Bilanz muss also erstmals für Wirtschaftsjahre eingereicht werden, die nach dem 31. Dezember 2014 beginnen.

DATEV-Software erfüllt entsprechende Anforderungen

In den Programmen zum Rechnungswesen übernimmt der E-Bilanz-Assistent die Aufgabe, den E-Bilanz-Datensatz aufzubereiten und zu übermitteln. Er führt den Anwender in definierten Schritten durch den Prozess und lässt sich auch für solche Fälle einsetzen, in denen eine E-Bilanz auf Basis von Jahresabschlüssen aus Vorsystemen aufzustellen ist.
Schon zum Jahreswechsel 2011/2012 hat DATEV die Standardkontenrahmen auf die E-Bilanz angepasst. Im Rahmen der jährlichen Aktualisierungen der Standardkontenrahmen werden E-Bilanz-Konten ergänzt oder überarbeitet, soweit dies aufgrund möglicher Taxonomie-Updates erforderlich wird. Auch für kommunale Unternehmen in privater Rechtsform stellt DATEV regelmäßig aktualisierte E-Bilanz-konforme Kontenrahmen sicher.

Planmäßiger Start

Auch große Kommunen mit einer hohen Anzahl an BgA nutzen DATEV-Software zur Erstellung und Übermittlung der E-Bilanz. Vor kurzem startete planmäßig der Betrieb der elektronischen Übermittlung von steuerlichen Daten durch die Stadt München mit DATEV-Software. Die Stadt München erwartet durch die elektronisch aufbereiteten Daten, das Besteuerungsverfahren effizienter gestalten zu können, weil beispielsweise die bisherige manuelle Datenerfassung entfällt.