Unternehmensplanung/betriebliches Rechnungswesen

Aussagekräftiges Reporting hilft Entscheidern

Um die Entscheidung einer Geschäftsleitung so gut wie möglich vorzubereiten, hat Steuerberater Michael Vogel aus Neubrandenburg die Daten aus dem betrieblichen Rechnungswesen seines Mandanten mit den Berechnungen der DATEV Programme zur Wirtschaftsberatung ergänzt.

Damit konnte er nicht nur Planzahlen entwickeln und einen Soll-Ist-Vergleich erstellen. Er hat auch gezeigt, wie sich verschiedene Handlungsoptionen auf die Rentabilität und Liquidität auswirken würden. Im Interview erläutert Michael Vogel, wie er vorgegangen ist.

Welchen Auftrag haben Sie von Ihrem Mandanten bekommen?

MICHAEL VOGEL: Die wirtschaftliche Lage sollte künftig anhand bisheriger und neu generierter Zahlen genauer kontrolliert und geplant sowie Defizite reduziert werden. Gewünscht waren ein laufendes Reporting für Aufsichtsrat und Gesellschafter.

Welche Strategie haben Sie verfolgt und wie haben Sie sich vorbereitet?

MICHAEL VOGEL: Meine ursprüngliche Idee war, dem Mandanten eine bessere Planung zu ermöglichen, indem wir die Daten aus dem Programm Unternehmensplanung als BWA-Planzahlen in sein Rechnungswesen-Programm importieren. Das ließ sich leider nicht eins zu eins umsetzen. Für die Auswahl der geeigneten Programme und notwendigen Schnittstellen haben wir uns von DATEV beraten lassen. Trotz intensiver Planung mussten wir doch den Umweg über die Kanzlei-Software nehmen, um alle Auswertungen für ein intensives Reporting zu bekommen. Die Ergebnisse stehen jetzt im Controllingreport zur Verfügung. Bei der Installation beim Mandanten war der Systempartner vor Ort behilflich. Die zuständige Mitarbeiterin im Unternehmen wurde von der Kanzlei und DATEV in den Zusatzfunktionen der Programme geschult.

Wie sah die praktische Arbeitsverteilung aus?

MICHAEL VOGEL: Im Wirtschaftsberatungsprogramm haben wir gemeinsam den Wirtschaftsplan grob abgebildet und dann durch Einzelobjekt-Anlagen unternehmensspezifisch verfeinert. Die Darlehen wurden im Programm Finanzanalyse abgebildet und die Lohnkosten über die Personalkostenplanung. Für die Betriebsstoffe wurden Material-Objekte eingerichtet, die auch die Bestandsveränderungen zeigen. Für die Abschreibungen haben wir gemeinsam mit der Sachbearbeiterin die bisherigen Investitionen abgebildet. Diese Arbeiten waren neben dem Tagesgeschäft innerhalb einer Woche erledigt.

Wie haben Sie die Geschäftsleitung unterstützt?

MICHAEL VOGEL: Für die möglichen Entscheidungsvarianten wurden Einzelobjekte angelegt. Durch die genaue Objektauswahl lässt sich dann mit dem Programm Unternehmensplanung die Auswirkung auf Rentabilität und Liquidität simulieren. Zum Beispiel für unterschiedliche Auslastungen der Fluglinien oder zusätzliche Fluglinien, für einen Helikopter-Service, für Instandhaltungsintervalle, Personalentscheidungen oder künftige Investitionen. Den Verantwortlichen kann ich damit die Auswirkungen aller wichtigen strategischen Entscheidungen zahlenmäßig und grafisch präsentieren und ebenso nach einem Beschluss der Gremien die Zielerreichung dokumentieren. Die Geschäftsleitung verfügt damit über ein sehr gutes und modernes Instrumentarium.

VERWENDETE SOFTWARE

  • Mandant: Einzelplatz-PC und DATEV Mittelstand Faktura mit Rechnungswesen, Unternehmensplanung,
    Finanzanalyse
  • Kanzlei: WTS-Server und DATEV-Mehrwertangebot inkl. Wirtschaftsberatung mit Unternehmensplanung

Weitere Informationen

Für die Einführung und Schulung der Unternehmensplanung unterstützen wir Sie mit einer Beratung in der Kanzlei oder mit dem Seminar Unternehmensplanung. Eine fallbezogene Unterstützung erhalten Sie mit einer Beratung online.