PSD2

PIN/TAN-Verfahren wird abschließend umgestellt

Seit 6. Januar 2020 sind die ersten Banken in der Marktbewährungsphase. Was das heißt und was jetzt zu tun ist.

Am 6. Januar 2020 hat die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) mitgeteilt, dass die ersten Banken die PSD2-konforme Schnittstelle (XS2A) im Rahmen einer Marktbewährungsphase einsetzen müssen. Diese Banken sind Sparkassen, NordLB und LBBW. Weitere Banken kommen nach und nach dazu. Grundsätzlich gilt: Sobald die BaFin eine Bank in die Marktbewährungsphase aufnimmt, muss diese Bank zusammen mit dem Drittanbieter (z. B. finAPI GmbH) alle ihre Kunden innerhalb von drei Monaten auf die PSD2-konforme Schnittstelle (XS2A) umstellen.

PSD2-konforme DATEV-Programme kommen im März 2020

Voraussichtlich im März 2020 geben wir die PSD2-konformen Versionen von DATEV Zahlungsverkehr und Bank online stufenweise frei. Die Anwender des PIN/TAN-Verfahrens über finAPI informieren wir rechtzeitig über die genauen Umstiegsmodalitäten und über die Banken, die dann von der BaFin für die Marktbewährung freigegeben sind.

Einschränkungen durch PSD2-konforme Schnittstelle

Die PSD2-konforme Schnittstelle bringt Einschränkungen im Lohn, der Finanzbuchführung und beim Electronic Banking mit sich. So werden bei einigen Banken zum Beispiel keine Sammelüberweisungen und keine Terminüberweisungen mehr über das PIN/TAN-Verfahren unterstützt. Auch andere Funktionen können entfallen. Prüfen Sie deshalb jetzt sehr genau, ob die Einschränkungen sich auf Ihre Prozesse auswirken und sprechen Sie auch mit Ihrer Bank, denn die Einschränkungen können regional von Bank zu Bank unterschiedlich sein.

So gehen Sie vor:

1. Einschränkungen prüfen

Verschaffen Sie sich unter www.datev.de/zag-banken einen Überblick über die Einschränkungen. Prüfen Sie, ob sich diese auf Ihren Arbeitsablauf auswirken.

2. Einschränkungen von Bank bestätigen lassen

Besprechen Sie mit dem Kundenbetreuer Ihrer Bank, mit welchen Einschränkungen Sie bei der PSD2-konformen Schnittstelle (XS2A) gegenüber der bisherigen FinTS-Schnittstelle konkret rechnen müssen. Die Einschränkungen können auch regional von Bank zu Bank unterschiedlich sein.

3. Entscheidung treffen

Entscheiden Sie dann, wie sehr sich die Einschränkungen auf Ihre Arbeit auswirken und ob Sie das PIN/TAN-Verfahren weiterhin nutzen oder auf ein alternatives Übermittlungsverfahren umsteigen möchten. Informationen zu allen Übermittlungsverfahren finden Sie in der Info-Datenbank im Dokument 1034302 .

4. Wechsel des Übermittlungsverfahrens frühzeitig beantragen

Wenn Sie sich für den Wechsel auf ein alternatives Übermittlungsverfahren entscheiden, informieren Sie sich möglichst bald bei Ihrer Bank, wie viel Vorlauf dafür nötig ist. Nach unseren Kenntnissen kann beispielsweise die Beauftragung eines EBICS-Zugangs bei einzelnen Banken bis zu sechs Wochen dauern.