Studie

Cyber-Bedrohungen und IT-Risiken in Wirtschaft und Politik

Über die Entwicklungen von Cyber-Risiken und die Möglichkeiten der Prävention berichtet regelmäßig seit neun Jahren eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte und des Instituts für Demoskopie Allensbach.

Befragt werden dazu Führungskräfte aus Unternehmen und Parteien. 2019 waren es rund 408 Führungskräfte und 115 Politiker. Das Resultat: Mit den Bedrohungen steigt auch das Bewusstsein für Cyber-Risiken. Doch viele Unternehmen sind nicht bestens gegen mögliche Cyberangriffe geschützt. Stark bedroht sehen sich die Befragten durch Nachrichten-Manipulationen (Fake-News) und zunehmende Cyber-Gefahren. 1

Fake-News: Schattenseiten der sozialen Medien

Soziale Medien wie Facebook, Instagram und Co. eröffnen Unternehmen neue Optionen in der Kommunikation mit ihren Kunden und Mitarbeitern. Gleichzeitig stehen die sozialen Medien in der Kritik, der extremen Meinungsmanipulation eine Plattform zu bieten, indem dort - neben der erwünschten Vernetzung von Menschen - auch falsche Nachrichten verbreitet und gezielte Imageschädigung betrieben werde.

Nachrichtenmanipulation stuften die Befragten der Studie auf Rang eins der Cyber-Risiken ein:
ca. 74 % sehen es als großes Risiko;
ca. 70 % nennen Cyber-Kriminalität wie Datenbetrug,
67 % nennen Datendiebstahl und
65 % die Verbreitung von Schadsoftware.

Dennoch sehen die befragten Unternehmen ein hohes Potenzial für sich in den sozialen Medien. Auch wenn rund 25 % der Befragten schon einmal Opfer durch gezielte Fake-News wurden, würden nur 40% der Wirtschaftsentscheider darauf verzichten, Nachrichten und Kommentare systematisch in den sozialen Medien zu verfolgen.

Mehr Cyber-Attacken auf Unternehmen und Sicherheitslücken

Auch das Risiko und die Anzahl der Cyber-Angriffe ist 2019 gestiegen:
85 % der befragten mittleren und großen Unternehmen wurden Opfer solcher Angriffe.
Bei 28 % der Befragten werden sogar täglich Angriffe identifiziert.

Den Befragten sind die Bedrohungen zwar bewusst, dennoch gibt es Nachholbedarf bei der Prävention. Laut Studie geben 27 % der Unternehmen an, über keine definierten Prozesse bei Cyberangriffen zu verfügen. Zusätzlich sind nur 53 % der befragten Unternehmen ausreichend gegen mögliche Cyberangriffe ausgerüstet. Rund 79 % der befragten Unternehmen verlassen sich in Sachen IT-Sicherheit auf externe Dienstleister.

1 Quelle: Deloitte

Was DATEV Kanzleien empfiehlt

Kanzleien benötigen einerseits Fachkräfte mit speziellem IT-Security-Know-how und andererseits auch IT-Sicherheitslösungen, die Cyberangriffe frühzeitig erkennen und abwehren. DATEVnet-Kunden sind bestens vor Cyberangriffen geschützt. Gleichwohl brauchen auch sie einen Notfallplan mit klar definierten Prozessen für den Fall eines Cyber-Angriffs, damit man schnell handeln kann und weiß, was für die Bewältigung des Angriffs und zur Wiederherstellung der Systeme erforderlich ist. DATEVnet-Nutzern empfehlen wir, ihren Spamschutz in DATEVnet zu aktivieren.