Hintergrund

Digital richtig sicher - auch in Corona-Zeiten

Payment, Buchhaltung und Kommunikation: All das ist funktioniert heutzutage nur mit einer umfangreichen Informationstechnologie – auch im Einzelhandel. In Krisenzeiten kann das ein Segen sein, aber auch ein Fluch. Denn nicht nur CoVid-19 bedroht die Existenz der Unternehmen. Cyberviren sind eine ernstzunehmende Gefahr. Wie können sich Unternehmen schützen?

Es war ein schwerer Schritt: Rund 300.000 Einzelhändler mussten ihre Läden schließen, schätzt der Handelsverband Deutschland (HDE). Die aktuellen Maßnahmen der Regierung ließen ihnen keine andere Wahl. Das bedeutet deutschlandweit tägliche Umsatzeinbußen von rund 1,15 Milliarden Euro.
Die Existenz vieler kleiner und mittelständischer Betriebe ist bedroht – und treibt die Händler zu kreativen Lösungen: Händlerzusammenschlüsse und ein weitgehender Ausbau des Online-Vertriebs über Marktplätze oder eigene Webshops werden kurzerhand und unbürokratisch ins Leben gerufen. Viele bieten kontaktlose Lieferservices; Ladenbesichtigungen via FaceTime und weitere Kontaktmöglichkeiten über die Sozialen Medien werden genutzt. Alles digital – alles sicher? Nicht unbedingt. Denn parallel dazu steigt die Zahl der Cyberattacken im Netz. Die vermehrten Online-Aktivitäten bieten häufig eine große Flanke für Hacker und Cyberkriminelle.

Zu Risiken und Nebenwirkungen…

…von Cyberangriffen sollten sich alle Unternehmer und Mitarbeiter gerade in der momentanen Situation genau informieren. Denn nicht nur Online-Shops sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt. Auch alle Menschen, die, wie so häufig dieser Tage, im Homeoffice arbeiten. Die Laptops und Computer zu Hause sind nämlich wesentlich schlechter geschützt als Unternehmensnetzwerke und daher ein beliebtes Einfallstor für Cyberangriffe. Das größte stellen virenverseuchte Programme dar - und nach wie vor die Nutzer selbst, die nicht richtig wissen, wie sie sich vor den Gefahren schützen können.
Phishing-Mails zu aktuellen Themen wie CoVid-19 greifen Passwörter ab und können bei kleinen wie großen Unternehmen hohe Schäden verursachen.

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt derzeit vor verstärkten Phishing-Angriffen (siehe Linkliste).

Einfache Maßnahmen mit großer Wirkung

Einige einfache, kostenlose und schnell umsetzbare Maßnahmen, die im Prinzip immer bei der digitalen Sicherheit gelten, können aber sehr effizient dabei helfen, die Cyber-Sicherheit zu schützen:

  1. Sichere Passwörter wählen und schützen
    Wählen Sie für alle Konten individuelle und komplexe Passwörter. Voreingestellte Passwörter sollten stets durch eigene ersetzt werden. Notieren Sie diese niemals auf Notizzettel und geben sie auch nicht an Dritte weiter!
  2. Sicherheitsupdates machen
    Halten Sie Ihre (E-Mail-) Programme und Betriebssysteme auf dem neuesten Stand; Sicherheitsupdates kosten Zeit, sind aber wichtig, damit nicht unsachgemäß auf Ihre IT zugegriffen werden kann. Meist werden automatische Aktualisierungen angeboten, sodass Sie nicht selbst daran denken müssen.
  3. Daten regelmäßig sichern
    Egal, ob Sie Ihre Daten in der Cloud, auf anderen Servern oder mobilen Endgeräten sichern: Machen Sie regelmäßig Back-ups, sodass Sie diese im Falle von Diebstahl oder Verlust schnell wieder herstellen können.