Steuerberater sehen den Mittelstand in Gefahr

Den Mittelstand trifft die Corona-Krise hart. Wie hart, schätzten rund 900 Steuerberater in einer ersten Erhebung durch DATEV unter ihren Mitgliedern. Weitere Befragungen im Wochen-Takt folgen, um nicht nur eine Momentaufnahme der sich zuspitzenden Situation zu zeigen.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise für kleine und mittelständische Betriebe sind immens. Rund 40 Prozent der Mandanten einer Kanzlei gelten laut der Befragung als insolvenzgefährdet.

Auch wenn Kleinunternehmer, Solo-Selbstständige und Landwirte Hilfsgelder – ein Programm mit einem Gesamtvolumen von bis zu 50 Milliarden Euro – beantragen können, können die Steuerberater laut der Umfrage aktuell noch nicht klar einschätzen, wie wirksam die staatlichen Maßnahmen sein werden. Innerhalb weniger Tagen sind mindestens 360.000 Anträge von Selbstständigen und Kleinunternehmen für die von der Bundesregierung beschlossenen Milliardenhilfen eingegangen. Die befragten Kanzleien fürchten, dass die Leistungen, mit denen die Betroffenen weiterlaufende Zahlungsverpflichtungen abdecken können, nicht rechtzeitig bei den Unternehmen eintreffen. Bei den ausschließlich liquiditätsstärkenden Maßnahmen, wie etwa bei Steuerstundungen und KfW-Krediten, befürchten dies 39 Prozent, bei den Maßnahmen ohne Rückzahlungsverpflichtung wie Kurzarbeitergeld, Soforthilfen und Steuersenkungen 32 Prozent der Steuerberater nur wenig zuversichtlicher.

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