Neuregelung des Versicherungsvertriebs

Änderungen beim Versicherungsvertrieb

Deutscher Bundestag, Mitteilung vom 28.06.2017

Der Ausschuss für Wirtschaft und Energie hat die von der Bundesregierung geplante Neuregelung des Versicherungsvertriebs in wichtigen Punkten geändert. In der Sitzung am 28.06.2017 nahmen die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD an dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2016/97 des Europäischen Parlaments und des Rates über Versicherungsvertrieb und zur Änderung des Außenwirtschaftsgesetzes (18/11627) eine ganze Reihe von Änderungen vor. So sollten Versicherungsvermittler ursprünglich ausschließlich von dem Versicherungsunternehmen, mit dem sie direkt oder indirekt zusammenarbeiten, bezahlt werden dürfen. Honorare von Kunden anzunehmen, sollte Versicherungsvermittlern verboten werden. Nach der Änderung sollen Versicherungsmakler gegenüber Verbrauchern sowohl auf Provisions- als auch auf Honorarbasis tätig werden können. "Damit besteht kein Honorarannahmeverbot für den Versicherungsmakler", heißt es in dem Änderungsantrag. Der ursprüngliche Entwurf wollte durch das Honorarannahmeverbot "eine klare Trennung zwischen Versicherungsvermittlern und Versicherungsberatern", die in keiner Weise von einem Versicherungsunternehmen abhängig sind und allein auf Honorarbasis arbeiten, gewährleisten. Die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen wird für Versicherungsvermittler und Versicherungsberatern vorgeschrieben.

Quelle: Deutscher Bundestag, hib-Nr. 409/2017