Mehrwertsteuer

BREXIT: Änderungen an MwSt-Richtlinie für Warenhandel mit Nordirland nach Übergangszeitraum vorgeschlagen

Die EU-Kommission hat am 31.07.2020 einen Richtlinienvorschlag zur Änderung der MwSt-Richtlinie im Hinblick auf die Identifizierung von Steuerpflichtigen in Nordirland vorgelegt. Der Text ist derzeit leider noch nicht öffentlich zugänglich.

Demnach sollen Unternehmen in Nordirland eine spezielle Identifikationsnummer erhalten, damit gemäß Protokoll zu Irland/Nordirland die EU-MwSt-Bestimmungen für Waren Anwendung finden können. Hinsichtlich Dienstleistungen gelten diese Bestimmungen nicht. Nach Ablauf der Übergangszeit (bis 31.12.2020) unterliegen diese dann den britischen MwSt-Vorschriften.

Die vorgeschlagenen Änderungen erfordern einige IT-Anpassungen in den Mitgliedstaaten. Die EU-Kommission ruft sie daher auf, schnell eine Einigung zu dem Vorschlag zu finden, damit er - wenn möglich - noch vor Ablauf der Übergangszeit umgesetzt werden kann.

Quelle: DATEV eG Informationsbüro Brüssel