Flugsteuer

Umweltabgabe auf Flüge: Frankreich geht voran und will Steuer auf Flugtickets ab 2020 einführen

Vorlage eines EU-Gesetzesvorschlages auf Initiative der Niederlande gefordert

Die Diskussion zur Besteuerung von Flügen nimmt zunehmend Fahrt auf - auch auf EU-Ebene. Die Niederlande beabsichtigen im Nachgang zu ihrer Konferenz Ende Juni ein Schreiben mit der Aufforderung zur Vorlage eines Gesetzesvorschlages an die EU-Kommission zu richten. Um die „Schlagkraft" zu erhöhen, soll das Schreiben von möglichst vielen anderen EU-Mitgliedstaaten mitunterzeichnet werden. Es ist davon auszugehen, dass Luxemburg, Frankreich und Belgien die niederländische Initiative unterstützen. Es bleibt abzuwarten, ob die neue EU-Kommission, die voraussichtlich ab November 2019 im Amt ist, der Aufforderung Folge leistet.

Sollte es keinen gemeinsamen Ansatz auf EU-Ebene geben, haben die Niederlande angekündigt, Tickets für Flüge, die ab 2021 von den Niederlanden aus starten, in Höhe von 7 Euro zu besteuern. Außerdem soll die Besteuerung von Kerosin/Benzin geprüft werden.

Frankreich geht voran und will Steuer auf Flugtickets ab 2020 einführen

Ab 2020 soll für Flüge, die von Frankreich aus starten, eine Steuer auf Flugtickets eingeführt werden. Für Flüge innerhalb Frankreichs und in der EU wird die Steuer 1,50 Euro für die Economy Class und 9 Euro für die Business Class ausmachen. Für Bestimmungen außerhalb der EU ist eine Steuer von 3 Euro in der Economy Class und 18 Euro in der Business Class vorgesehen. Eine Ausnahme gilt für Flüge nach Korsika, in die französischen Überseegebiete und für Umsteigeverbindungen.

Die französische Regierung erhofft sich dadurch Einnahmen in Höhe von 182 Mio. Euro pro Jahr, die für Investitionen in klimafreundliche Infrastrukturen, z. B. Bahnverkehr, eingesetzt werden sollen.

Quelle: DATEV eG Informationsbüro Brüssel