Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt für Januar 2018

Arbeitsmarkt im Januar 2018

Mit Schwung ins neue Jahr

Bundesregierung, Pressemitteilung vom 31.01.2018

Im Dezember waren 44,62 Millionen Menschen erwerbstätig. Der erneute Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Arbeitslos waren im Januar 2018 rund 2,57 Millionen Menschen - etwas mehr als im Vormonat, aber 207.000 weniger als im Jahr zuvor.

Um 67.000 Menschen ist die saisonbereinigte Zahl der Erwerbstätigen im Dezember gegenüber November gestiegen (+0,2 Prozent). 44,62 Millionen Menschen waren erwerbstätig, vermeldet das Statistische Bundesamt. Das sind 647.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr (+1,5 Prozent). Die gestiegene Erwerbstätigkeit beruht allein auf mehr sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.

Bundesweit mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im November 32,82 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 756.000 mehr als ein Jahr zuvor. Gewachsen ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in allen Bundesländern; am stärksten in Berlin (+4,3 Prozent). Den geringsten Zuwachs gab es in Thüringen (+0,9 Prozent).

Betrachtet man die Branchen, so gab es ein kräftiges Plus bei den Qualifizierten Unternehmensdienstleistungen (+4,6 Prozent) und in den Bereichen Pflege und Soziales (+3,5 Prozent). Nur bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen nahm die Beschäftigtenzahl ab. Der Trend der Vormonate setzt sich damit weiter fort.

Arbeitslosigkeit steigt durch Winterpause leicht

Arbeitskräfte sind weiterhin gefragt: Im Januar waren 736.000 freie Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 89.000 mehr als vor einem Jahr. Gesucht wird vor allem in einzelnen technischen Berufen, bei Bau- sowie Gesundheits- und Pflegeberufen. Insgesamt bewegt sich die Nachfrage auf konstant hohem Niveau.

Die Arbeitslosigkeit ist im Zuge der Winterpause von Dezember auf Januar um 185.000 auf 2,57 Millionen gestiegen (+8 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag im Januar 2018 bei 5,8 Prozent (+0,5 Prozentpunkte). Das ist für den Jahresbeginn typisch, fällt aber schwächer als üblich aus. Bleiben jahreszeitliche Einflüsse unberücksichtigt, waren im Januar 207.000 Menschen oder sieben Prozent weniger arbeitslos registriert als im Januar des Vorjahres.

Die geschäftsführende Bundesarbeitsministerin Katarina Barley sagte zu den aktuellen Zahlen: "Wir bleiben auf Rekordniveau." Die Vorzeichen für die Zukunft seien weiter ausgezeichnet.

Die gute Entwicklung zeigt sich auch in den Geldleistungen. Immer weniger Menschen sind auf die finanzielle Sicherung durch Arbeitsagenturen und Jobcenter angewiesen. Arbeitslosengeld bekamen im Januar 823.000 Menschen. Das sind 67.000 weniger als im Jahr zuvor. Arbeitslosengeld II bezogen rund 5 Millionen Menschen. Damit brauchten fast 100.000 Menschen weniger die Leistungen der Grundsicherung als im Jahr zuvor.

Immer mehr Flüchtlinge finden in Arbeit

Im Vorjahresvergleich sind mehr Menschen aus den aktuellen Zuwanderungsländern – dazu gehören die ost- und südeuropäischen Staaten sowie die nichteuropäischen Asylherkunftsländer – sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Im November 2017 waren es 298.000 oder 14 Prozent mehr als noch 2016. Die Arbeitslosigkeit von Staatsangehörigen dieser Länder hat um 6.000 (-1 Prozent) abgenommen.

Aus den wichtigsten nichteuropäischen Asylherkunftsländern - dazu zählen Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien - waren im Januar 6.000 Menschen oder drei Prozent mehr arbeitslos als im Vorjahr. Ihre Zahl stieg auf insgesamt 195.000.

Der starke Einsatz von Integrations- und Förderkursen hat den Zuwachs der Arbeitslosigkeit in Grenzen gehalten. Zugleich finden immer mehr Flüchtlinge einen sozialversicherungspflichtigen Job: im November waren 80.000 mehr beschäftigt als im Jahr zuvor (+62 Prozent).

Quelle: Bundesregierung