Ergebnisse des GfK Konsumklimas Europa für das dritte Quartal 2017

EU-Konsumklima auf höchstem Stand seit über neun Jahren

GfK, Pressemitteilung vom 18.10.2017

Der positive Trend der Konsumstimmung innerhalb der EU 28 setzte sich auch im dritten Quartal 2017 fort und erreichte im September 20,9 Punkte. Ende des zweiten Quartals lag dieser Wert noch bei 19,1 Punkten und erreicht nun den höchsten Stand seit Ende 2007.

GfK-Konsumexperte Rolf Bürkl kommentiert: „Der private Konsum erwies sich im letzten Quartal als wichtige Stütze der EU-Wirtschaft. Mehrere Länder verzeichneten beim Indikator Anschaffungsneigung eine Verbesserung oder ein gleichbleibend stabiles Niveau. Demgegenüber stehen eher gemischte Ergebnisse für andere Indikatoren. So ging im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 in Frankreich, Deutschland und Portugal die Konjunkturerwartung zurück und auch bei der Einkommenserwartung verzeichneten Frankreich, Österreich und Deutschland ein Minus.“

Deutschland: Turbulenzen bei Konjunktur- und Einkommenserwartung

Trotz hervorragender Voraussetzungen für eine positive Konsumstimmung - basierend auf einer niedrigen Arbeitslosenquote und der positiven Einkommensentwicklung - waren in Deutschland im letzten Quartal einige deutliche Schwankungen zu beobachten.

Nach einem stetigen Anstieg seit Februar fiel die Konjunkturerwartung in Deutschland zur Mitte des dritten Quartals plötzlich ab, nahm dann wieder etwas zu und erreichte im September schließlich 33,4 Punkte. Dies ist ein Minus von 7,9 Punkten im Vergleich zum Ende des zweiten Quartals. Der Indikatorwert liegt jedoch immer noch 26,6 Punkte über dem Ergebnis des Vorjahreszeitpunkts.

Die Einkommenserwartung stieg zu Beginn des dritten Quartals zunächst leicht an, fiel im September jedoch stark ab auf 52,7 Punkte. Dies bedeutet im Vergleich zum Ende des zweiten Quartals ein Minus von 7,5 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt liegt der Indikator jedoch nahezu auf gleichem Niveau (+0,1 Punkte).

Die Anschaffungsneigung blieb im dritten Quartal relativ stabil auf einem historisch hohen Stand und lag im September bei 57,0 Punkten. Im Vergleich zum Ende des zweiten Quartals zeigt sich somit lediglich ein leichtes Minus (-0,9 Punkte) und im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt ein Plus von 3,7 Punkten.

Quelle: GfK