Digitales und Datenschutz

European Open Science Cloud für offene Wissenschaft vorgestellt

Am 23.11.2018 wurde die „ Europäische Cloud für offene Wissenschaft " (European Open Science Cloud, EOSC) vorgestellt.

Die Cloud, die auf Initiative der EU-Kommission gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und der Wissenschaftsgemeinschaft entwickelt wurde, soll der Wissenschaft in einer zuverlässigen und offenen Umgebung die Speicherung, Verwaltung, gemeinsame Nutzung und Wiederverwendung von Daten und Ergebnissen ermöglichen. Daten von rund 1,7 Millionen Forschern und 70 Millionen Experten in den Bereichen der Wissenschaft, Technologie und Geistes- und Sozialwissenschaften sollen für Forschungs-, Innovations- und Bildungszwecke grenzüberschreitend, interdisziplinär und kostenfrei genutzt werden können.

Um die Cloud bis 2020 aufzubauen (1. Phase), wurden 600 Millionen Euro aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm „ Horizon 2020 " bereitgestellt (2. Phase: EOSC-Weiterentwicklung nach 2020).

Perspektivisch sollen die Europäische Cloud für offene Wissenschaften und die Europäische Dateninfrastruktur auch für Nutzer aus der Industrie (schrittweise) geöffnet werden. Unternehmen (einschließlich KMU) würden dann zum einen von den öffentlichen Daten als auch von einem kosteneffizienten und leichten Zugang zu Datenspeichern, Datendiensten und modernen Rechenleistungen profitieren.

Für die Steuerung des Projekts ( Implementation Roadmap for the European Open Science Cloud ) sind das Governance Board (Vertreter der Kommission, der Mitgliedstaaten und der assoziierten Länder), das Executive Board (Expertengruppe aus Vertretern der Interessengruppen) und ein Forum der Interessenvertreter zuständig.

Parallel wird - wie EOSC auch als Teil der Europäischen Cloud-Initiative aus 2016 - der Aufbau einer Europäische Dateninfrastruktur unter Nutzung von Superrechner-Kapazitäten, Hochleistungs-Internetverbindungen und Großspeichereinrichtungen (HPC) vorangetrieben.

Quelle: DATEV eG Informationsbüro Brüssel