Ergebnisse des GfK Konsumklimas Europa für das 1. Quartal 2018

Konsumstimmung der europäischen Verbraucher verhalten optimistisch

GfK, Pressemitteilung vom 19.04.2018

Im ersten Quartal 2018 blieb die Konsumstimmung in Europa auf relativ stabilem Niveau. Im März verzeichnete das GfK Konsumklima für die EU 28 Staaten allerdings einen leichten Rückgang und erreichte einen Stand von 20,6 Punkten. Im Dezember 2017 lag es bei 21,1 Punkten. Für das Jahr 2018 prognostiziert GfK in der europäischen Union einen Anstieg der Konsumausgaben der privaten Haushalte von real 1,5 bis 2 Prozent.

Die Stimmung der europäischen Verbraucher entwickelte sich im ersten Quartal 2018 etwas weniger optimistisch als am Ende des Vorjahres. Länder, die 2017 starke Zuwächse verzeichnen konnten, mussten nun deutlich Punkte abgeben. Im Durchschnitt aller EU-Länder sank die Konjunkturerwartung im März 2018 auf 15 Punkte. Das sind zwei Zähler weniger als im Dezember 2017. Vor allem in Frankreich und Österreich scheint die Euphorie nach den Wahlen vorerst gebremst. Deutlich positiver schätzten die Verbraucher in Tschechien und Belgien die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Länder ein.

Die Einkommenserwartung stieg im europäischen Durchschnitt indes weiter an. Sie legte in den ersten drei Monaten 1,3 Zähler zu und erreichte im März 16,3 Punkte. Die Verbraucher in Großbritannien und Bulgarien waren besonders optimistisch, dass die Löhne steigen und verbuchen bei diesem Indikator zweistellige Zuwächse. Deutliche Verluste zeigten sich in Frankreich und Spanien.

Die Anschaffungsneigung ging zu Beginn des Jahres im EU-Durchschnitt um 1,3 Zähler zurück und lag im März bei 19,7 Punkten. In Tschechien stieg dieser Indikator - im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern - besonders stark und unterstreicht die allgemein positive Stimmung der tschechischen Verbraucher.

Deutschland: Verbraucherstimmung auf stabilem Niveau

Die Konjunkturerwartung in Deutschland erlitt im ersten Quartal 2018 einen kleinen Dämpfer, konnte sich im März aber wieder stabilisieren und lag bei 45,9 Punkten. Das ist ein Plus von 0,7 Zählern im Vergleich zum Ende des vierten Quartals 2017.

Dank der positiven Situation auf dem Arbeitsmarkt bewegten sich auch die Einkommenserwartungen der deutschen Verbraucher auf relativ konstantem Niveau. Sie stiegen im März leicht auf 54,9 Punkte und lagen damit 0,6 Zähler höher als im Dezember.

Am deutlichsten konnte die Anschaffungsneigung im ersten Quartal punkten. Der Indikator lag im März bei 59,1 Punkten, das ist ein Plus von zwei Zählern im Vergleich zum Ende des vorherigen Quartals.

Quelle: GfK