Studie

Mompreneurs - Gründen mit Kindern

KfW, Mitteilung vom 29.10.2017

Die Gründungstätigkeit in Deutschland geht im Trend seit rund 15 Jahren zurück. Der Anteil der Existenzgründungen von Frauen ist in dieser Zeit allerdings deutlich gestiegen. Sie gehen ihre Gründungsprojekte strukturell anders an als Männer. Allerdings ist auch die Gruppe der Gründerinnen heterogen. So legen Gründerinnen ohne Kinder zum Teil deutlich andere Schwer­punkte als Gründerinnen mit Kindern - so genannte Mompreneurs.

Die Eckwerte von Mompreneurs:

  • 105.000 Existenzgründungen durch Mompreneurs im Jahr 2016 entsprechen einem Anteil von 16 % an allen Gründungen.
  • Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für Mompreneurs besonders wichtig.
  • Mompreneurs liegen mit 37 Jahren im Altersdurchschnitt.
  • Mompreneurs setzen sich Grenzen bei der Arbeitszeit: Im Vollerwerb arbeiten sie im Mittel 36 Wochenstunden in der selbstständigen Tätigkeit.
  • Mompreneurs sind stark auf persönliche Dienstleistungen fokussiert und haben entsprechend häufiger einen regionalen Zielmarkt.
  • • Mompreneurs gründen seltener „digital“, sind in ihrer Berufsausbildung aber auch weniger technisch orientiert.
  • Mompreneurs gründen eher größer und häufiger mit Wachstumsambitionen als andere Gründerinnen.
  • Mompreneurs nutzen Gründungsressourcen ähnlich wie andere Gründerinnen; sie wissen aber Förderkredite und BA-Zuschüsse besser zu nutzen.
  • Bei Gründungen durch Männer spielen Kinder im Vergleich zu den Mompreneurs eine weniger prominente Rolle. Mompreneurs sind häufiger gezwungen, Familie und Beruf zu vereinbaren.

Quelle: KfW