Innovationspolitik

Stärkung von Innovation und Investition muss Priorität erhalten

BMWi veröffentlicht Forschungsstudie zu wissensbasiertem Kapital

BMWi, Pressemitteilung vom 04.08.2017

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 04.08.2017 die Studie „Wissensbasiertes Kapital in Deutschland: Analyse zu Produktivität- und Wachstumseffekten und Erstellung eines Indikatorsystems“ veröffentlicht.

Staatssekretär Matthias Machnig:

„Bei Investitionen hat man meist Maschinen und Anlagen im Blick. Genauso wichtig sind aber Investitionen in wissensbasiertes Kapital, wie Forschung, Software oder Patente. Unsere Studie zeigt, wie viel deutsche Unternehmen heute in wissensbasiertes Kapital investieren und welche Effekte die Investitionen auf ihre Produktivität haben. Die Ergebnisse legen nahe, dass insbesondere im Mittelstand und im Dienstleistungssektor noch mehr investiert werden muss, um die Chancen der Digitalisierung voll nutzen zu können. Für uns ist deshalb entscheidend: Die Stärkung von Innovationen und Investitionen muss klare Priorität haben. Wie das geht, haben wir in unserem im März vorgelegten Zehn-Punkte-Plan für inklusives Wachstum gezeigt.“

Bereits heute investieren deutsche Unternehmen mit etwa zehn Prozent ihrer Wertschöpfung fast so viel in immaterielles wie in materielles Kapital. Die Studie verknüpft erstmals verschiedene Datenquellen auf Unternehmensebene und analysiert die Wachstums- und Produktivitätswirkungen von Investitionen in Organisationskapital, Forschung und Entwicklung, Software und Datenbanken sowie Patente und Lizenzen in einem einheitlichen Rahmen. Diese Investitionen entfalten im Durchschnitt spürbar positive Wirkungen auf die Produktivität in Unternehmen. Die Investitionen sind aber stark konzentriert auf wenige Branchen und Unternehmen in Deutschland. Gerade im Dienstleistungsbereich wird recht wenig in wissensbasiertes Kapital investiert, obwohl die Produktivitätseffekte dort zumeist hoch sind.

Quelle: BMWi