Digitalisierung

Startups sorgen für Innovationen im Gesundheitswesen

Bitkom, Pressemitteilung vom 28.06.2018

  • Berg: „Organisationen im Gesundheitswesen sollten sich gegenüber innovativen Ansätzen öffnen"
  • Health-Startups brauchen Wege in die Regelversorgung

Zum Treffen am 28.06.2018 von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Health-Startups in Berlin erklärt Bitkom-Präsident Achim Berg:

„Wir begrüßen sehr, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die große Innovationskraft von Startups im Gesundheitswesen erkannt hat und nutzen will. Der digitale Stillstand im deutschen Gesundheitswesen muss überwunden werden. Dazu braucht es geeignete Fördermaßnahmen. Wichtig ist für Health-Startups, dass sie mit ihren digitalen Angeboten Zugang zu geeigneten Vergütungsstrukturen haben. Zurzeit erreichen nur einige wenige Startups eine Vergütung durch Selektivverträge mit einzelnen Krankenkassen. Damit Digital-Health-Lösungen bei Patienten in der Breite ankommen, braucht es aber definierte Wege in die Regelversorgung. Selektivverträge sind dafür nicht ausreichend.

Viele Health-Startups stehen außerdem vor der finanziellen Herausforderung, durch Studien den Nachweis über den Nutzen ihrer digitalen Anwendungen zu bringen. Dass Gesundheitslösungen ihren Nutzen durch Studien unter Beweis stellen müssen, ist wichtig. Damit wir aber mehr digitale Lösungen in die Versorgung bekommen und sich somit der Nutzen auch bei den Patienten entfalten kann, sollten Erprobungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden, die auch für Startups funktionieren. So müssten etwa Umfang und Formalitäten von Anträgen angepasst werden. Denkbar wären hier beispielsweise Stufenverfahren, die mehr Flexibilität ermöglichen und von einer räumlich und zeitlich begrenzten Erprobung schrittweise ausgeweitet werden.

Startups sind oft die Treiber von innovativen Entwicklungen, und die Organisationen im Gesundheitswesen sollten sich gegenüber innovativen Ansätzen stärker öffnen. Startups haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Ansprechpartner zu finden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte macht vor, wie es funktionieren kann und hat ein Innovationsbüro eingerichtet."

Quelle: Bitkom