Qualitätskontrolle

Bericht über die Sitzung der Kommission für Qualitätskontrolle am 16. Mai 2019

WPK, Mitteilung vom 05.06.2019

Die Kommission für Qualitätskontrolle (KfQK) unterrichtet regelmäßig über ihre Tätigkeit. Im Folgenden sind die wichtigsten Beratungsergebnisse der KfQK vom 16. Mai 2019 zusammengefasst.

Hinweis der Kommission für Qualitätskontrolle zur Berichterstattung über eine Qualitätskontrolle

Die KfQK überarbeitet ihren „Hinweis zu Berichterstattung über eine Qualitätskontrolle“. Dieser Hinweis soll zur weitergehenden Unterstützung der Prüfer für Qualitätskontrolle fortentwickelt werden. Die in dem Hinweis enthaltenen Ausführungen zur Durchführung von Qualitätskontrollen sollen in einem gesonderten Papier veröffentlicht werden. Eine Veröffentlichung beider Papiere ist für den Herbst dieses Jahres geplant. Bitte verfolgen Sie die Berichterstattung im Internet und im WPK Magazin .

Prüfervorschlagsverfahren

Die KfQK hat zu den Anforderungen an einen Prüfer für Qualitätskontrolle zur Durchführung eines Auftrags beraten. Sie wird unverändert darauf achten, dass Prüfer für Qualitätskontrolle fachlich und persönlich geeignet sind, die konkrete Qualitätskontrolle durchzuführen („Augenhöhe“). Die geprüfte Praxis und der Prüfer für Qualitätskontrolle sollen möglichst ein vergleichbares Profil aufweisen.

Geringer Stundenaufwand für gesetzliche Abschlussprüfungen und Planung einer Qualitätskontrolle

Mitunter wird in einer Qualitätskontrolle ein geringer Stundenaufwand des Abschlussprüfers festgestellt. Dies sollen Prüfer für Qualitätskontrolle bei der Planung der Qualitätskontrolle als hohes Risiko ansehen und entsprechend bei der Prüfung der Aufträge berücksichtigen. Ein geringer Stundenaufwand des Abschlussprüfers kann dazu führen, dass solche Aufträge in die Stichprobe einzubeziehen sind. Er kann auch auf Mängel der Prüfungsdurchführung und der Dokumentation hinweisen.

Aufsicht über Prüfer für Qualitätskontrolle

Auch 2019 werden Aufsichten bei Prüfern für Qualitätskontrolle durchgeführt werden. Die Kommission für Qualitätskontrolle sieht in den Aufsichten auch ein Instrument zur Unterstützung der Prüfer für Qualitätskontrolle. Mehrere Aufsichten wurden mit Empfehlungen abgeschlossen. Die KfQK wird daneben auch weiterhin an Qualitätskontrollen teilnehmen und damit den präventiven Charakter des Verfahrens betonen.

Würdigung von Prüfungsfeststellungen bei Dokumentationsmängeln

Aus der Berichterstattung der Prüfer für Qualitätskontrolle ist bei der Würdigung von Feststellungen häufig nicht eindeutig erkennbar, ob es sich um einen Mangel der Durchführung der Abschlussprüfung oder einen Mangel der Dokumentation handelt. Vermitteln der Prüfungsbericht und die Prüfungsakte kein zutreffendes Bild der Tätigkeit, muss der Prüfer für Qualitätskontrolle zunächst davon ausgehen, dass eine entsprechende Tätigkeit nicht durchgeführt wurde (§ 20 Abs. 5 Satz 2 Satzung für Qualitätskontrolle).

Möchte der Prüfer für Qualitätskontrolle die Feststellung als Mangel der Dokumentation und nicht als Mangel der Abwicklung der gesetzlichen Abschlussprüfung würdigen, bedarf es weiterer Prüfungshandlungen. Im Qualitätskontrollbericht sind die Prüfungshandlungen des Prüfers für Qualitätskontrolle und die Gründe für seine Würdigung der Feststellung als Mangel der Dokumentation darzulegen (§ 20 Abs. 5 Satz 5 Satzung für Qualitätskontrolle). Für eine ordnungsgemäße Prüfung müssen zumindest Spuren des Handelns des Abschlussprüfers erkennbar sein, anhand derer die geprüfte Praxis ihr Prüfungsvorgehen nachvollziehbar erläutern kann. Allein die Ausführung, die Prüfungshandlungen seien vorgenommen worden, ist nicht ausreichend.

Quelle: WPK