WPK

Bericht über die Vorstandssitzung der WPK am 26. November 2018

WPK, Mitteilung vom 30.11.2018

Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 26. November 2018 zusammengefasst.

Referentenentwurf des BMWi einer Verordnung zur Änderung der Prüfungsverordnung für Wirtschaftsprüfer (Modularisierung des Wirtschaftsprüfungsexamens)

Der Vorstand begrüßt die durch die Änderungsverordnung vorgesehene Modernisierung des Wirtschaftsprüfungsexamens durch dessen Modularisierung. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Erhöhung der Attraktivität des Berufsexamens und zur Gewinnung des Berufsnachwuchses getan.

Die WPK hat in ihrer Stellungnahme Hinweise zum Referentenentwurf gegeben, die sich im Wesentlichen auf redaktionelle Aspekte beschränken.

Anzeigepflichten für grenzüberschreitende und nationale Steuergestaltungen

Im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie plant das BMF nach derzeitigem Informationsstand eine abstrakte Meldepflicht des Intermediärs (u. a. WP/vBP). Die Option der Richtlinie, dass bei kollidierender Verschwiegenheitspflicht allein der Steuerpflichtige mit der Mitteilungspflicht belastet werden kann, scheint damit nicht aufgegriffen zu werden. Die Meldepflicht soll nicht nur für grenzüberschreitende, sondern auch für nationale Steuergestaltungen eingeführt werden.

Der Vorstand stellt fest, dass eine Anzeigepflicht für WP/vBP vor dem Hintergrund der derzeitigen politischen Situation nicht zu vermeiden sein wird. Die WPK wird jedoch weiterhin auf eine Eins-zu-eins-Umsetzung der Richtlinie hinwirken, sich also gegen die Einführung nationaler Anzeigepflichten positionieren. Im Übrigen wird die WPK im Gesetzgebungsverfahren darauf hinwirken, dass Unsicherheiten bei der zukünftigen Anwendung beseitigt und klare Vorgaben geschaffen werden, welche Steuergestaltungen abstrakt anzeigepflichtig sind.

Positionierung der WPK auf europäischer Ebene

Der Vorstand hat die derzeitige Positionierung der WPK in Brüssel evaluiert. Zukünftig soll die WPK-Präsenz in Brüssel verstärkt werden.

IFAC: Aktivitäten des Small and Medium Practices Committee (SMPC)

WP/StB Klaus Bertram, Mannheim, berichtete als Gast der Vorstandssitzung und deutsches Mitglied des SMPC über dessen Struktur und Tätigkeit. Aus Sicht der WPK von besonderem Interesse war die von der zuständigen Task Force des SMPC entwickelte Stellungnahme zu ED-ISA 315 (Revised), zu dem die WPK ebenfalls eine Stellungnahme abgegeben hatte. SMPC und WPK sehen den Standardentwurf äußerst kritisch und gerade für die Prüfung kleiner und mittlerer Unternehmen kaum handhabbar.

Vorstandsabteilung Berufsaufsicht (VOBA)

Der Vorstand hat zwei Einsprüche gegen Rügebescheide der VOBA beraten und zurückgewiesen. Ein Fall betraf die Durchführung mehrerer Abschlussprüfungen ohne Teilnahmebescheinigung nach § 57a WPO a. F. beziehungsweise Registrierung als Abschlussprüfer sowie die Durchführung einer Abschlussprüfung bei gleichzeitiger Tätigkeit im Aufsichtsrat. Die zweite Rüge betraf einen Berufsangehörigen, der als Konzernabschlussprüfer an der Erstellung der Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen mitgewirkt hatte.

Differenzierung der Beiträge für Abschlussprüfer

Auf Bitte des Beirates hat sich der Vorstand mit der Frage befasst, ob in Zukunft eine Differenzierung der Kammerbeiträge bezüglich der Teilnahme am System der Qualitätskontrolle (§ 57a WPO) erfolgen soll. Der Vorstand konnte bezüglich der Grundsatzfrage, ob eine differenzierende Beitragsgestaltung vorzugswürdig oder die Finanzierung der Qualitätskontrolle Sache des gesamten Berufsstandes sei, noch keine Einigung erzielen. Die Diskussion wird fortgesetzt.

Zentrale Kammerversammlung

Die zentrale Kammerversammlung wird am 10. Mai 2019 in Berlin unter dem Motto „Wirtschaftsprüfung - Herausforderung und Chance!" stattfinden. Tagungsort ist das Hotel InterContinental. Für den Vorabend ist ein Get-together im Käfer Dachgarten-Restaurant im Deutschen Bundestag vorgesehen.

Quelle: WPK