WPK

Bericht über die Vorstandssitzung der WPK am 28. November 2017

WPK, Mitteilung vom 08.12.2017

Der Vorstand der WPK informiert regelmäßig über seine Tätigkeit. Im Folgenden sind Informationen zu den wichtigsten Beratungsergebnissen aus der Sitzung am 28. November 2017 zusammengefasst.

EU-Dienstleistungspaket und EU-PANA-Ausschuss

Der Vorstand beriet die aktuellen Entwicklungen zum EU-Dienstleistungspaket sowie zum EU-PANA-Ausschuss und erörterte die von der WPK in diesem Zusammenhang entfalteten Aktivitäten in Form von Stellungnahmen, Änderungsanträgen und persönlichen Gesprächen. Der Vorstand stellte fest, dass trotz der Vielzahl an Aktivitäten seitens der Berufsorganisationen und Dritter die Belange der Freien Berufe und insbesondere des Berufsstandes bislang nur zurückhaltend berücksichtigt wurden.

Mit Blick auf die bereits für Anfang Dezember 2017 anstehende Abstimmung des IMCO-Ausschusses zum EU-Dienstleistungspaket sowie der für Mitte Dezember 2017 angesetzten Abstimmung des EU-Parlaments über die Empfehlungen des PANA-Ausschusses sprach sich der Vorstand der WPK dafür aus, die Brüsseler Projekte auch weiterhin intensiv zu begleiten.

Internationale Standardsetzung

Der Vorstand beriet das von der Monitoring Group (MG) veröffentlichte Diskussionspapier zur Reformierung der internationalen Standardsetzung von IFAC und hat sich für eine kritisch-konstruktive Begleitung des Reformvorhabens ausgesprochen.

Die Reformvorschläge zielen auf eine Stärkung des öffentlichen Interesses im Standardsetzungsprozess ab. Die Besetzung der Boards IAASB und IESBA soll reduziert, das für die Vor- und Zuarbeiten erforderliche fachliche Personal hingegen erheblich aufgestockt werden. Die beiden Standardsetzungsboards sollen dazu fusioniert und inklusive dem Personal aus der IFAC herausgelöst werden. Die mit den Reformvorschlägen verbundenen Kostensteigerungen sollen, ebenso wie die regulären Kosten der Standardsetzung, jedoch weiterhin vom Berufsstand getragen werden.

Zu dem Konsultationspapier der MG wird der Vorstand bis 9. Februar 2018 eine Stellungnahme abgeben.

Nachlese „WPK aktuell Mitgliederinformation"

Die Teilnehmer an der Veranstaltung „WPK aktuell Mitgliederinformation" gaben vereinzelt Hinweise zur Optimierung des Veranstaltungsformats. Die Anregungen der WPK-Mitglieder wurden vom Vorstand erörtert und sollen soweit möglich zukünftig berücksichtigt werden.

Young Professionals im WPK-Dialog

Um den Kontakt zu jungen Berufsangehörigen zu pflegen und aus deren beruflichen Erfahrungen Erwartungen an und Handlungspotenzial für die WPK abzuleiten, fand am 8. November 2017 die Pilotveranstaltung „Young Professionals im WPK-Dialog" statt. Dazu hatte die WPK insgesamt 40 junge Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüferinnen aus sämtlichen Segmenten des Berufsstands nach Berlin eingeladen.

Der Vorstand beriet im Rahmen seiner Sitzung die Anregungen und Denkanstöße, die die Dialog-Teilnehmer der WPK mit auf den Weg gegeben hatten. Der Vorstand bewertete die Veranstaltung aus WPK-Sicht insgesamt als Erfolg und sprach sich für eine regelmäßige Durchführung dieses Formats aus.

Vergütungsumfrage

Der Vorstand informierte sich über das Ergebnis der in Kooperation mit der Freien Universität Berlin im Herbst 2017 erstmals im Berufsstand durchgeführten Umfrage zur Vergütung von angestellten fachlichen Mitarbeitern.

Die Vergütungsumfrage richtete sich an alle in eigener Praxis oder in gemeinsamer Berufsausübung tätigen Mitglieder und an Berufsgesellschaften als Arbeitgeber und bezog sich auf angestellte WP/vBP, StB, RA und sonstiges akademisches Fachpersonal in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und betriebswirtschaftliche Beratung.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen dem Berufsstand zeitnah zur Verfügung gestellt werden.

Ausschuss Berufsexamen

Mit Blick auf die beabsichtigte Modularisierung des Berufsexamens beriet der Vorstand unter anderem die Möglichkeit einer zeitlichen Streckung der schriftlichen Prüfungen eines Prüfungstermins sowie die Verringerung der Prüfungstermine von derzeit zwei auf einen pro Kalenderjahr. Im Ergebnis sprach sich der Vorstand aus verschiedenen Erwägungsgründen gegen beide Überlegungen aus. Eine weitere Erörterung dazu solle aber erfolgen.

Syndikus-WP/vBP

Die vom Ausschuss Berufsrecht (ASBR) und vom Vorstand entwickelten Eckpunkte eines Regelungskonzeptes für den Syndikus-WP/vBP waren in der Sitzung des Beirates am 30. Juni 2017 auf breite Zustimmung gestoßen. Unter Berücksichtigung der Hinweise und Anregungen der Beiratsmitglieder hat der ASBR daraufhin ein Regelungsvorschlag erarbeitet.

Der Vorstand beriet diesen Regelungsvorschlag im Rahmen seiner Sitzung und beschloss, im Januar 2018 eine Anhörung des Berufsstandes zur Einführung des Syndikus-WP/vBP durchzuführen.

Quelle: WPK