BSI

IT-Sicherheit in Deutschland 2017

WPK, Mitteilung vom 20.11.2017

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat am 8. November 2017 einen umfangreichen Bericht über die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 für den Berichtszeitraum Juli 2016 bis Juni 2017 veröffentlicht. Darin wird auf eine weiterhin angespannte Gefährdungslage hingewiesen, wobei die bekannten Einfallstore für Cyber-Angriffe (zum Beispiel Qualitätsmängel, Sicherheitslücken, Botnetze, Ransomware) unverändert fortbestehen. Zur Verdeutlichung der Gefährdungslage analysiert der Bericht etliche Angriffsmethoden und -mittel.

Zugleich lasse sich im Berichtszeitraum erneut beobachten, dass die mit der rasanten Technologieentwicklung einhergehende Digitalisierung aller Lebensbereiche Staat, Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen stellt. Sie führt beispielsweise zu Effizienzsteigerungen durch vereinfachte Prozesse und zu mehr Transparenz durch verbesserte Kommunikationsmöglichkeiten. Jedoch steige das Bedrohungspotenzial deutlich, da sich die Anzahl der Angriffspunkte erhöht, die Kommunikationsinfrastrukturen immer komplexer werden und sich die zu verarbeitenden Datenmengen vervielfachen. Die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Angriffe auf digitalisierte Infrastrukturen werde damit größer. Der Bericht stellt Lösungsansätze zur Verbesserung der IT-Sicherheit dar.

Zudem verweist der Bericht auf den im Februar 2016 vorgestellten Anforderungskatalog Cloud Computing, der sich mit den Anforderungen an die Sicherheit, an die Transparenz und an die Prüfung von Cloud-Diensten befasst. Die darin genannten Sicherheitsanforderungen stellen Mindestanforderungen dar, die professionelle Cloud Services für geschäftsrelevante Daten und Prozesse erfüllen müssen. Der Nachweis, ob die Anforderungen des Anforderungskatalogs Cloud Computing erfüllt werden, wird laut BSI durch Wirtschaftsprüfer in Anlehnung an die internationalen Normen ISAE 3000, ISAE 3402 und SOC 2 erbracht, damit der Cloud-Kunde einen validen Inhalt für sein eigenes Risikomanagement hat.

Quelle: WPK