Prüfung

Konsultation zur Novellierung der KAPrüfbV und der KARBV

WPK, Mitteilung vom 07.08.2017

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) führt eine Konsultation zur Novellierung von Kapitalanlage-Prüfungsberichte-Verordnung (KAPrüfbV) und der Kapitalanlage-Rechnungslegungs- und -Bewertungsverordnung (KARBV) durch. Stellungnahmen können bis zum 15. August 2017 abgegeben werden.

Die Novellierungen sind Folge der Einführung neuer Regelungen für die Vergabe von Darlehen und Investitionen in unverbriefte Darlehensforderungen für Rechnungen bestimmter Investmentvermögen durch das Gesetz zur Umsetzung der OGAW-Änderungsrichtlinie 2014/91/EU. Änderungsbedarf ergab sich außerdem im Zusammenhang mit der Übermittlung der Prüfungsberichte über die Melde- und Veröffentlichungsplattform, über Prüfungs- und Berichtspflichten im Zusammenhang mit der SFTR-Verordnung (EU) Nr. 2365/2015 und der Benchmark-Verordnung (EU) Nr. 1011/2016.

Folgende Bereiche sollen beispielsweise in der KAPrüfbV geändert werden:

  • die Anforderungen an das elektronisch einzureichende Exemplar des Prüfberichts (§ 3)
  • die Prüfung von Meldepflichten nach § 35 des Kapitalanlagegesetzbuchs (§ 11)
  • die Kontrolle der Einhaltung von Pflichten nach der SFTR- und der Benchmark-Verordnung (§§ 14a, 14b (neu))
  • die Berichterstattung zu IT-Systemen, zur Vereinbarkeit der Vergütungssysteme mit § 37 Abs. 1, Abs. 2 KAGB, zur Gewährung von Gelddarlehen und zum Erwerb unverbriefter Darlehensforderungen (§§ 22a, 22b, 22c, 22d, 22e (neu))
  • der Inhalt der Prüfungsberichte zu Investmentvermögen in der Rechtsform der Investmentaktiengesellschaft beziehungsweise Investmentkommanditgesellschaft im Hinblick auf die Investitionen in Darlehensforderungen (§§ 46a, 46b, 46c, 46d (neu)).

Die Änderungen der KARBV betreffen ausschließlich rechnungslegungsbezogene Regelungen, nicht hingegen § 31 der KARBV, der sich als einzige Vorschrift der Verordnung unmittelbar an den Abschlussprüfer wendet.

Quelle: WPK