WPK

Sommersitzung des Beirates der WPK

WPK, Mitteilung vom 04.07.2017

Am 30. Juni 2017 fand die erste Sitzung des Beirats der WPK in diesem Jahr statt.

Bericht des Vorstandes

Präsident Gerhard Ziegler unterrichtete den Beirat über die wesentlichen Entwicklungen seit der letzten Beiratssitzung am 2. Dezember 2016. Er informierte über die zentralen Inhalte des EU-Dienstleistungspakets und die dazugehörigen Positionspapiere der WPK vom 7. Februar 2017. Die WPK hatte sich unter anderem kritisch zum erheblichen Zuwachs an Bürokratie und der Verletzung des Subsidiaritäts- und Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes geäußert. Der sich aus den Ergebnissen der Mitgliederbefragung der WPK 2016 ergebende Handlungsbedarf wurde in der Strategiediskussion WPK 2020 ausführlich beraten. Als zentrale Handlungsfelder im Interesse aller Mitglieder wurden die Fortentwicklung des Berufsbildes im Sinne einer Öffnung und Liberalisierung und die Stärkung der Dienstleistungsfunktion der WPK gesehen. Zur Stärkung der Dienstleistungsfunktion der WPK wird das Serviceangebot ausgebaut. Es gibt mehr Praxishinweise im Internet und im WPK Magazin, Informationsveranstaltungen zum Berufsrecht auf Länderebene sowie Webinare.

Ferner berichtete Präsident Ziegler, dass die WPK Hinweise zu den geplanten Änderungen der WPO auf Initiative der Abschlussprüferaufsichtsstelle (Recht zur Akteneinsicht und Recht, im Rahmen von Berufsaufsichtsverfahren Belehrungen als Berufsaufsichtsmaßnahme auszusprechen) gegeben hat. Das BMWi habe die Änderungen der WPO aber mit Blick auf die zu Ende gehende Legislaturperiode und die Ressortabstimmungen bis auf weiteres zurückgestellt.

Änderung der Gebührenordnung der WPK

Der Beirat hat einstimmig beschlossen, die Gebührenordnung der WPK zu ändern. Die Gebühr für die Antragsbearbeitung von Hochschulen für Studiengänge nach § 13b WPO pro Semester soll von 1.800 Euro auf 2.000 Euro heraufgesetzt und für jeden weiteren Studiengang an derselben Hochschule lediglich eine ermäßigte Gebühr von 1.000 Euro erhoben wird, wenn sich die Lehrveranstaltungen und Prüfungen überwiegend überschneiden.

Weitere Beratungsthemen

Der Jahresabschluss nebst Lagebericht für das Wirtschaftsjahr 2016 der WPK wurde vom Beirat beraten und genehmigt.

Ferner wurde die NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH WPG StBG aus Hamburg als neuer Abschlussprüfer der WPK für das Wirtschaftsjahr 2017 gewählt.

Der Beirat tauschte sich nach dem ersten Durchgang zur Durchführung und den Ergebnissen der verkürzten Prüfung nach § 13a WPO aus. Präsident Ziegler wies darauf hin, dass das Verfahren derzeit überprüft werde.

Der Vorstand berichtete über die aktuellen Beratungsstände zur Einführung eines Syndikus-WP/vBP, der Modularisierung des WP-Examens und der Schaffung eines Fortbildungsberufs „Prüfungsfachwirt“. Der Beirat diskutierte die Vorhaben. Die Hinweise und Anregungen der Beiratsmitglieder werden in die weiteren Beratungen des Vorstandes und der Ausschüsse einfließen.

Der Beirat hat die Aufwandsentschädigung für die Mitglieder der Kommission für Qualitätskontrolle, unabhängig von der Anzahl der an dem Tag stattfindenden Sitzungen und ihrer Dauer, auf 500 Euro pro Tag angehoben. Hintergrund ist, dass die Kommission für Qualitätskontrolle künftig die Aufsicht über Prüfer für Qualitätskontrolle führt und hierzu an Schlussbesprechungen teilnehmen wird (Plan 2017: sieben Schlussbesprechungen).

Nach Ausscheiden des bisherigen Vorsitzenden der Kommission für Qualitätskontrolle, WP/StB Joachim Riese, zum 31. Januar 2017 wählte der Beirat WP/StB Thomas Rittmann zum neuen Mitglied der KfQK sowie WP/StB/RA Prof. Dr. Jens Poll zum neuen Vorsitzenden der KfQK und WP/StB Carolin Schütt zur stellvertretenden Vorsitzenden der Kommission für Qualitätskontrolle.

Der Beirat stimmte der Berufung von vBP Dieter Grammes in die Wahlkommission für die Wahl der Mitglieder des Beirates 2018 durch den Vorstand zu. Herr Grammes war für ein zuvor ausgeschiedenes Mitglied nachnominiert worden.

Präsident Gerhard Ziegler informierte, dass der in seiner letzten Sitzung geäußerte Wunsch des Beirates, dass „sämtliche IFAC-ISA-Publikationen durch die WPK verantwortet und bekannt gemacht werden“, in der gewünschten Form nicht umgesetzt werden könne. Dies liege unter anderem daran, dass die IFAC die Übersetzungslizenz an das IDW vergeben habe.

WP/StB Ralf Bose, Leiter der Abschlussprüferaufsichtsstelle, informierte über die Tätigkeit der Aufsichtsstelle und stellte sich den Fragen der Beiratsmitglieder.

Ferner stellte WP/StB/RA Prof. Dr. Jens Poll den von der APAS bereits gebilligten und dem Beirat vorab übersandten Tätigkeitsbericht der Kommission für Qualitätskontrolle für 2016 vor.

Die nächste Sitzung des Beirates findet am 1. Dezember 2017 in Berlin statt.

Quelle: WPK