Berufsrecht

WPK begrüßt Digitalisierung als vordringliches IESBA-Thema

WPK, Mitteilung vom 13.07.2018

Die WPK spricht sich in ihrer Stellungnahme vom 13. Juli 2018 zum IESBA Konsultationspapier „Strategie und Arbeitsplan 2019-2023" dafür aus, das Thema Digitalisierung vordringlich zu behandeln.

Daneben stimmt die WPK der Einschätzung von IESBA zu, die im IESBA Code of Ethics (Code) verwendeten Konzepte der „Einheit von öffentlichem Interesse" (Public Interest Entity) und der „kapitalmarktnotierten Einheit" (Listed Entity) stärker in Einklang zu bringen. Auch die Themen der steuerlichen Gestaltung und neue Formen der Dienstleistungserbringung sollten erörtert werden.

Über diese Themen hinaus sollte IESBA zunächst keine neuen Projekte angehen, sondern den Marktteilnehmern ausreichend Zeit geben, die sich aktuell vollziehenden und in den letzten Jahren erfolgten zahlreichen Änderungen des Code umzusetzen. Aus diesen und weiteren Gründen lehnt die WPK die von IESBA vorgesehenen Themen „Dokumentation", „Kommunikation mit den für die Überwachung des Unternehmens Verantwortlichen" und „Wesentlichkeit" ab.

Im Übrigen spricht sich die WPK für die Beibehaltung des prinzipienbasierten Ansatzes des Code, eine stärkere Berücksichtigung der Belange von kleinen und mittleren Praxen und eine engere Koordination mit dem IAASB und relevanten Marktteilnehmern aus. IESBA sollte ausreichende Flexibilität besitzen, um den Arbeitsplan kurzfristig an neue Gegebenheiten anpassen zu können.

Der Konsultation vorausgegangen war im Jahr 2017 eine Online-Umfrage, an der sich die WPK ebenfalls beteiligt hatte ( „Neu auf WPK.de" vom 4. Juli 2017 ).

Quelle: WPK