Personalwirtschaft

Lohn und Gehalt: automatische Berechnung der Beitragspflicht bei EEL (Ende Dezember 2019)

Die neue Version kann die Beitragspflicht von weitergewährten AG-Leistungen bei Sozialleistungsbezug in den meisten Fällen automatisch ermitteln.

Hintergrund

Alle arbeitgeberseitigen Leistungen, die für die Zeit des Bezugs einer Sozialleistung laufend gezahlt werden, sind erst dann als beitragspflichtige Einnahmen zu berücksichtigen, wenn sie die Freigrenze in Höhe von 50,00 Euro übersteigen.

Werden laufende und grundsätzlich sozialversicherungspflichtige Bezüge größer 50,00 Euro während einer Unterbrechung mit Sozialleistungsbezug ungekürzt weitergezahlt, benötigt das Programm weitere Daten, um korrekt abrechnen zu können:

  • die Höhe der Sozialleistung (kommt in der Regel von der Sozialversicherung, Ausnahmen: privates Krankentagegeld sowie Elterngeld und Erziehungsgeld)
  • das sogenannte „Vergleichsnetto“ und
  • die Höhe der ungekürzt weiter gezahlten laufenden grundsätzlich sozialversicherungspflichtigen Bezüge.

Neu ab der Jahreswechsel-Version

Ab der Jahreswechsel-Version von Lohn und Gehalt werden das Vergleichs-Netto und die Höhe der ungekürzt weitergewährten Leistung automatisch vom Programm ermittelt. Grundsätzlich müssen Sie nur noch in Sonderfällen manuell eingreifen. Sonderfälle sind zum Beispiel:

  • Krankentagegeld bei einer privaten Krankenversicherung,
  • Elterngeld/Erziehungsgeld,
  • Systemwechsel.

Im EEL-Verfahren wird automatisch gemeldet, ob während eines Sozialleistungsbezugs weitergewährte Arbeitgeberleistungen über 50,00 Euro vorliegen. In diesem Fall wird durch die Krankenkasse meist mit Zeitversatz die Höhe der Entgeltersatzleistung zurückgemeldet und automatisch in das Programm übernommen.

Anschließend wird anhand dieser Daten der betreffende Monat automatisch neu berechnet (ggf. über eine Nachberechnung) und die notwendige Meldung der Höhe der beitragspflichtigen Einnahme erstellt.