Umstellung auf Offenen Anwendungsbereich

Änderungen beim Elektrogesetz

Ab 15. August 2018 wird das Elektrogesetz (ElektroG) vom Geschlossenen auf den Offenen Anwendungsbereich umgestellt. Produktkategorien und Gerätearten werden angepasst und zahlreiche neue Produkttypen erstmals registrierungspflichtig.

Neben den Herstellern wurden auch die Händler durch das Elektrogesetz, die deutsche Umsetzung der WEEE-Richtlinie der EU, verstärkt in die Rücknahme von Elektro- und Elektronik-Altgeräten eingebunden. Die letzten Änderungen des ElektroG2 treten dieses Jahr in Kraft, so auch die Umstellung auf den so genannten Offenen Anwendungsbereich (Open Scope) am 15. August 2018 (Mariä Himmelfahrt). Dies bringt folgende Änderungen mit sich:

  • Elektro-/Elektronikgeräte sind ab dem Stichtag grundsätzlich registrierungspflichtig, es sei denn, eine Ausnahme, beispielsweise aus § 2 Abs. 2 ElektroG, ist anwendbar.
  • Registrierungspflicht für viele neue Produkte, beispielsweise Möbel und Kleidungsstücke mit fest eingebauten elektrischen oder elektronischen Funktionen.
  • Produktkategorien und Gerätearten werden reduziert. Es wird nur noch 6 statt 10 Kategorien und nur noch 17 statt 32 Gerätearten geben.
    Bestehende Registrierungen müssen umgestellt werden.
  • Bei vielen Gerätearten wird es die Unterscheidung nach Produktgröße (größer/kleiner 50 cm) geben.
  • Bis Ende 2018 gilt eine Übergangsfrist bezüglich bestehender finanzieller Garantien für B2C-Registrierungen (Business-to-Consumer).
  • Für Sammelgruppen gibt es ab Dezember 2018 eine neue Zuordnung.

Kostenlose Online-Tools

Der Dienstleister take-e-way stellt kostenlos zwei Online-Tools für alle, die Elektrogeräte verkaufen, zur Verfügung. Die Zuordnungshilfe zeigt an, unter welche Geräteart ein Gerät künftig fällt. Mit der Überleitungshilfe können Händler überprüfen, was sie in Folge der Umstellung an ihren laufenden WEEE-Registrierungen bei der Stiftung EAR unternehmen müssen.

Bitte beachten Sie

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