Studie zur Hannover Messe

Bitkom: Investitionszurückhaltung bei Industrie 4.0

„Die vierte industrielle Revolution ist in der Werkhalle angekommen“, sagt Frank Riemensperger, Bitkom-Präsidiumsmitglied. Allerdings seien die Firmen, was die Höhe der Investitionen angeht, derzeit eher zurückhaltend.

Gemäß der Bitkom-Studie nutzen 46 Prozent der Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe Industrie-4.0-Anwendungen. Weitere 19 Prozent haben konkrete Pläne für den Einsatz. Somit sind 65 Prozent der deutschen Betriebe schon in irgendeiner Art und Weise aktiv. 23 Prozent haben noch keine konkreten Pläne, können sich den Einsatz aber immerhin vorstellen. Nur für zwölf Prozent ist es kein Thema.

„Vorsichtig“ agierten die Unternehmen jedoch in puncto Ausgaben für das Thema, erklärt Bitkom. So haben 57 Prozent für 2016 Gelder eingeplant. Das Budget beläuft sich dabei im Schnitt auf vier Prozent des Gesamtumsatzes. Das ist aus Sicht des Bitkom wenig. „Digitale Marktführerschaft gibt es nicht zum Spartarif. Wer auch künftig noch erfolgreich sein will, muss jetzt in die Digitalisierung investieren“, so Frank Riemensperger, Bitkom-Präsidiumsmitglied.

Die größte Hürde betrifft demnach auch die Finanzen. 75 Prozent der Befragten sagen, dass hohe Investitionskosten den Einsatz hemmen. Anforderungen an den Datenschutz und an die Datensicherheit gehören mit 55 beziehungsweise 51 Prozent ebenfalls zu den Haupthürden. Der Mangel an Fachkräften wird von 53 Prozent als Problem genannt. Weitere Hemmnisse sind die Komplexität des Themas (50 Prozent), der fehlende Rechtsrahmen (40 Prozent), eine befürchtete Störanfälligkeit der Systeme (38 Prozent) und fehlende Standards (36 Prozent).

Befragt wurden 559 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Vorfeld der diesjährigen Hannover Messe.

Autor: Katrin Hofmann

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