Halbleiterproduktion USA

„CHIPS for America“: USA wollen landeseigene Halbleiterproduktion fördern

Für mehr Halbleiter „made in America“: Die US Regierung hat mit „CHIPS for America“ ein Gesetz zur Wiederbelebung der einheimischen Halbleiterproduktion auf den Weg gebracht.

Mit einem über 20 Milliarden US-$ Förderungsprogramm will die US-Regierung die einheimische Halbleiterindustrie ankurbeln. Der „CHIPS for America Act“ („Creating Helpful Incentives to Produce Semiconductors”) sieht vor, die inländische Chipherstellung wiederzubeleben, Forschung und Entwicklung zu finanzieren und die Lieferketten für moderne High-End-Technologien zu sichern.

Dabei sollen 12 Milliarden US-$ zur Finanzierung bestehender Unterstützungsprogramme des Pentagons genutzt werden. Weitere 5 Milliarden US-$ sind zur Förderung von Halbleiter-F&E-Programmen anderer Bundesbehörden vorgesehen.

Ebenso sollen 5 Milliarden zur Schaffung eines Instituts zur Verpackung und Fertigung von Halbleitern fließen. Schließlich dienen noch weitere 500 Millionen US-$ der Unterstützung eines „einheimischen Ökosystems für fortschrittliche Mikroelektronik-Gehäuse”. Hinzu kommen einige finanzielle Anreize für Chipunternehmen, Ihre Fertigung zurück in die USA verlagern, beispielsweise durch Steuervergünstigungen bis zum Jahr 2027.

Anreize nach Ansicht von Industrieverbänden überfällig

Auch in Folge des Handelsstreits mit China versuchen die USA, die nationale Produktion moderner Halbleiter anzukurbeln und in verstärktem Maß wieder zurück ins eigene Land zu holen. „Dieser Gesetzentwurf reinvestiert in diese nationale Priorität, indem er gezielte Steueranreize für die fortschrittliche Fertigung in den USA bietet, die Grundlagenforschung in der Mikroelektronik finanziert und die Notwendigkeit eines multilateralen Engagements mit unseren Verbündeten betont, um mehr Transparenz und Aufmerksamkeit für Sicherheits- und Integritätsbedrohungen in der globalen Lieferkette zu schaffen“, sagt der Hauptsponsor des „CHIPS“-Gesetzes, der republikanische Senator Mark Warner.

„Die Verfügbarkeit robuster Anreize in anderen Ländern und das Fehlen eines föderalen US-Anreizes waren Schlüsselfaktoren für die Ansiedlung von Halbleiterproduktionsstätten in Übersee“, heißt es in einem Statement des Halbleiterindustrieverbands SEMI zu der „CHIPS for America“ Initiative. „Da globale Konkurrenten große Investitionen tätigen, um fortschrittliche Halbleiterfertigung an ihre Küsten zu locken, müssen die USA mit ins Spiel kommen und unser Land zu einem wettbewerbsfähigeren Ort für die Produktion dieser strategisch wichtigen Technologie machen", ergänzt SIA-CEO John Neuffer.

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Die Beiträge in der Rubrik "Trends und Innovationen" sind Inhalte unseres Medienpartners Vogel Communications Group GmbH & Co. KG. Sie spiegeln nicht unbedingt die Meinung von DATEV wider.

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