Einkauf im Laden ohne Kassenkontakt

Das bringt die Zukunft dem Einzelhandel

Einzelhändler nutzen Technologien, die bisher im Marketing- und Experimentierkontext betrachtet wurden, um einen wirtschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Reply hat die wichtigsten Veränderungen in vier Punkten zusammengefasst.

Eine gute Kundenbeziehung bindet die Konsument ans Geschäft: on- wie offline. Ein Report von Reply, der mit der Sonar-Trend-Plattform realisiert wurde, zeigt, welche Trends in den kommenden Jahren entscheidend für den Erfolg des Einzelhändlers und seine Positionierung im Wettbewerb sein werden. Die Plattform ist in der Lage, einen Überblick und eine Zuordnung relevanter Trends im Bereich Retail-Technology zu erstellen, basierend auf dem Auftreten eines Nutzers in Fachmedien, Massenmedien, Patenten und wissenschaftlichen Publikationen.

Der Bericht verdeutlicht, dass der Einzelhandel auf die Digitale Transformation nicht verzichten kann. Online-Händler und Player aus anderen Ländern zeigen bereits, wo die Reise hingeht. Die Studie identifiziert diesbezüglich vier Trends:

1. V-Commerce

Das V in V-Commerce steht für „Virtual Reality“ (VR), und auch „Augmented Reality“ (AR) ist hier mit eingeschlossen. AR gibt dem stationären Handel neue Impulse, indem sie den Verkaufsraum um digitale Elemente bereichert. Kunden können durch die virtuelle Erweiterung ortsunabhängig Produkte über eine entsprechende App intensiv in Augenschein nehmen und in die individuellen Kontexte einfügen – bis hin zur virtuellen Anprobe von Kleidung.

2. Virtuelle Ansprache

Doch nicht nur via VR und AR können Kunden angesprochen werden. Sogenannte „Human-centered Interfaces“ – schaffen neue Möglichkeiten im E-Commerce: Wo heute Smartphones zum Einsatz kommen, können in Zukunft vernetzte Kontaktlinsen oder sprachgesteuerte digitale Assistenten noch bessere Dienste leisten.

Diese Angebote werden auf Künstlicher Intelligenz basieren. So unterstützen beispielsweise KI-gestützten Chatbots mit „menschlich“ agierenden Assistenten, smarte Haushaltsgeräte wie Kühlschränke sowie digitale „Spezialisten“ wie beispielsweise ein Fashion-Assistent den Handel. Diese virtuellen Helfer kommen gut beim Verbraucher an, wie der Walker Sands Future of Retail Report von 2017 feststellt: Jeder Fünfte hat bereits sprachgesteuert einen Einkauf getätigt.

3. Datenanalyse – aber richtig

Die Grundlage für eine erfolgversprechende, datengetriebene Strategie im Einzelhandel ist, nicht irgendwelche, sondern die wirklich relevanten Datenpunkte miteinander zu verbinden und gezielt den Mehrwert aus den verfügbaren Informationen zu ziehen. Immer mehr Handelsunternehmen entschließen sich für qualifizierte Datenanalysen, bei denen sie Datenpunkte zum Off- und Online-Verhalten ihrer Kunden zusammenführen. Hier geht Qualität vor Quantität.

4. Von Asien lernen

Asien, insbesondere China, setzt in punkto Handel neue Maßstäbe. Dazu zählen zum Beispiel eine nahtlose Verschmelzung von Offline-POS, Digitaltechnologien und Next-Level-Logistik. Chinesische Unternehmen investieren Milliarden in die Vereinigung von On- und Offline-Ressourcen, damit die Grenzen zwischen ihnen verschwinden. Dabei steht der Bezahlvorgang im Fokus: Smarte Systeme erlauben den Einsatz unbemannter Kassen und sogar gesamter Convenience Stores ganz ohne Mitarbeiter, in denen der Kunde per Gesichts- oder QR-Scan identifiziert wird und seine Rechnung automatisch per Bezahldienst begleicht. Er verlässt das Geschäft mit der gekauften Ware ohne jeglichen Kassenkontakt.

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