Lündendonk-Studie „Consulting 4.0“

Datensammeln allein reicht nicht mehr aus

Daten gelten als „Gold des digitalen Zeitalters“ – doch die bloße Informationssammlung ist schon lange nicht mehr ausreichend, wie eine aktuelle Lünendonk-Studie zeigt. Der Einsatz effizienter Analysemethoden ist für Berater unumgänglich.

Das Datenvolumen steigt stetig, die Zahl der Quellen nimmt ständig zu. Um aus der Flut aus Informationen einen Mehrwert zu generieren, sind Datenanalysen das tägliche Brot von Beratungsunternehmen. Allerdings müssen die Consultants künftig auch in der Lage sein, die explosionsartige Zunahme von Daten zu verkraften und gleichzeitig komplexe Datenstrukturen analysieren zu können.

In der zweiten Auflage der Studie „Consulting 4.0 – Bessere Beratung durch effizientere Datenanalyse und Visual Analytics?“ hat sich Lünendonk & Hossenfelder mit dieser Thematik auseinandergesetzt. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Tableau und steht als interaktives Dashboard kostenlos zur Verfügung.

Ergebnisse der Studie

In Zukunft werden Analyse-Tools die Arbeit der Berater deutlich erleichtern, zeigt die Erhebung unter rund 100 Unternehmensberatern. Während heute 60 Prozent der Befragten die Analysephase mit „sehr hohem“ oder „hohem“ Aufwand bewerten, erwarten in zwei Jahren nur noch 19 Prozent entsprechende Belastungen. Ähnlich sieht es bei Dateneingabe und -bereinigung aus: Künftig erwarten nur 20 Prozent der Studienteilnehmer hierbei hohen Aufwand, während aktuell 70 Prozent diese Prozesse als arbeitsintensiv bezeichnen. „Fast jeder zweite Berater erwartet, dass sich durch den Einsatz von Analyse-Tools der Zeitaufwand in der Analyse- und Umsetzungsphase halbiert. Die andere Hälfte erwartet sogar ein noch höheres Effizienzpotenzial“, erklärt Mario Zillmann, Partner bei Lünedonk & Hossenfelder.

Vermarktung von Lösungen

Analytics bringen aber nicht nur einen Mehrwert in Beratungsprojekten, sondern ermöglichen auch datenbasierte Lösungsangebote. Entsprechende Solutions werden bereits von 29 Prozent der Befragten vermarket, weitere 13 Prozent wollen dies künftig in Angriff nehmen. Vorrangig kommen derartige Lösungen im Umfeld von Produktion und Logistik, im Einkauf und in der IT zum Einsatz.

Die Studie zeigt außerdem, dass sich durch den Big Data Trend die Anforderungen an Consultants ändern. So nimmt der Bedarf an Schulungen und Trainings zu, um Analyse-Tools richtig einsetzen zu können. Zudem sind neben Branchen- und Fachkompetenz auch technische Skills für die erfolgreiche Durchführung von Beratungsprojekten erforderlich. Vor allem der „digitalen Beratungskompetenz“ schreiben die Studienteilnehmer in Zukunft eine hohe bis sehr hohe Bedeutung zu.

„Nicht der Brand und das Image der Beratung werden in Zukunft über die Vergabe und den Erfolg von Beratungsprojekten entscheiden, sondern das Zusammenspiel der richtigen Beraterkompetenzen. Consulting-Unternehmen sind aus diesem Grund gefordert, am besten schon heute ihre Mitarbeiter entsprechend zu entwickeln und in Technologien zu investieren“, verdeutlicht Zillmann.

Autor: Martin Hensel

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