STORAGE Technology Conference 2016

Der Beginn der Storage-Ära

Die STORAGE Technology Conference ist beendet. In vier Städten informierten sich mehr als 800 IT-Fachleute über die aktuellen Entwicklungen im Storage-Markt und bei Speichertechnologie.

Lange Zeit war Storage im Rechenzentrum eher so etwas wie der treue Diener im Hintergrund: Unauffällig dafür sorgend, dass die Server ihre Arbeit problemlos verrichten und dass die Datenbestände der Firma sicher auf Festplatten und Bändern gespeichert sind. Mit der wachsenden Bedeutung von Daten als Währung des 21. Jahrhunderts, das Stichwort ist hier Big Data, steigt auch die Aufmerksamkeit für Storage-Systeme und Strategien. Und beide verändern sich auch gerade mit wachsender Geschwindigkeit.

Storage im Wandel

In vier Veranstaltungsorten in Hamburg, München, Neuss und Frankfurt am Main hatten die Besucher Gelegenheit, sich auf der STORAGE Technology Conference 2016 über Trends, Technologien und Produkte rund um das Thema Storage zu informieren. Sie bekamen an den Veranstaltungsorten nicht nur spannende Keynotes geboten, sondern auch eine Fülle von Vorträgen, Roundtables und praxisbezogene Workshops. An 28 Informationsständen waren insgesamt 41 Hersteller und Distributoren vor Ort, um über ihre Produkte und Lösungen Auskunft zu geben.

Mit der Zukunft der Datenspeicher setzte sich Dr. Axel Koester, Chef-Technologe bei IBM, in seiner Keynote auseinander. Inspiriert durch die Zukunftsvisionen von Jules Vernes oder Gene Roddenberrys Star Trek spekulierte Koester in seinem Vortrag, welche Richtung die IT, speziell im Bereich Storage, in den kommenden Jahren nehmen könnte. Koester ging in seinem Vortrag davon aus, dass der Schwerpunkt der Datenverarbeitung in 20 Jahren auf selbstlernenden IT-Systemen (Cognitive), dem Internet of Things und Machine-to-Machine-Kommunikation liegen wird. Diese Anwendungen werden enorme Datenmengen erzeugen, die bewältigt werden müssen. Weiter beschrieb der IBM-Technologe das bimodale IT-Modell und informierte über Fortschritte bei Flash-Speichern.

Rohöl des 21. Jahrhunderts

Das Rohöl des 21. Jahrhunderts sind für Christian Bandulet, Master Principal Sales Consultant bei Oracle, die Daten. In seiner Keynote stellt Bandulet die These auf, dass die Nutzung der in Daten enthaltenen Informationen für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens enorm wichtig sind. Denn ohne diese ist eine Firma nicht fähig, Änderungen des Marktes schnell zu registrieren, zukünftige Trends vorherzusagen und die eigene Zukunft zu gestalten. Und diese Fähigkeiten sind für ein Unternehmen lebenswichtig: So sind 88 Prozent der Fortune-500-Firmen von 1955 heute nicht mehr auf der Liste. Sie sind bankrott gegangen, wurden übernommen, oder sind in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Um sich an der Spitze zu halten, muss ein Unternehmen eine Fülle von Informationen auswerten und natürlich speichern. Neben den internen Informationen müssen heute eine Fülle von Daten erfasst und mit Big-Data-Tools ausgewertet werden, die potenzielle Kunden in sozialen Netzwerken, Foren oder Webseiten hinterlassen.

Eher humoristisch war die jeweils dritte Keynote auf den vier Veranstaltungen. Der Vertriebs- & Personalberater und „IT-Philosoph“ Josef Bertl widmete sich dem Thema Storage mit dem Vortrag „Store-Age. Ein neues Zeitalter der Speichertechnologie“ auf komödiantische Weise. Mit Bonmots wie dem, dass Big Data eine „Data Morgana“ sei, sorgte Bertl für Lacher im Publikum.

Fachvorträge, Workshops und Roundtables

Mehr als 30 weitere Fachvorträge, Workshops und Roundtables verschiedenster Hersteller aus dem Storage-Sektor boten den Besuchern die gerne genutzte Chance, sich über aktuelle Technologien und auch konkrete Produkte zu informieren oder über Speichertrends zu diskutieren. Workshops und Life-Demos erlaubten es, interessante Geräte und Lösungen auch in Aktion zu sehen und so besser einschätzen zu können, ob sie ins eigene Storage-Umfeld passen.

Die Keynote-Referenten Dr. Axel Koester und Christian Bandulet standen in zwei Roundtable-Veranstaltungen für eine Diskussion mit den Gästen zur Verfügung. Dr. Koester warf in seinem Roundtable „Achtung, Storage im Wandel“ einen Blick in die nahe Zukunft und beleuchtete den Storage-Markt 2017 sowie Themen wie Konvergenz oder Hyperkonvergenz. Zudem erarbeitete er gemeinsam mit den Teilnehmern Unterscheidungskriterien zwischen guten und schlechten Cloud-Projekten. Christian Bandulet widmete sich in seiner Diskussionsrunde der Frage, ob Big Data nur ein Hype oder schon in der Realität angekommen sei.

Von Besuchern der Konferenz war nur Positives zu hören. So fand etwa der Consultant Thorsten Kaisen die Roundtables mit ihrer „interaktiven Kommunikation” sehr gut. Christian Trautwein von Sinnerschrader zeigte sich begeistert von der großen Zahl bekannter Hersteller unter den teilnehmenden Firmen.

Autor: Klaus Länger

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