Studie „7leads Website Analyse – Mobile“

Deutschlands Mittelstand ignoriert den Trend „Mobiles Internet“

Über die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen haben noch keine mobil optimierte Homepage. Das ergab eine neue Studie. Ein Großteil der Internetauftritte aus Medizin, Handwerk, Hausbau und Automobil sind auf mobilen Endgeräten nicht darstellbar.

Eine neue Studie des Berliner Digitalunternehmens 7leads hat die Internetauftritte von 434 kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) auf Mobil-Freundlichkeit untersucht. Über die Hälfte der Webseiten präsentierten sich mit verschobenen Bildern oder zu kleinen Schriften – damit können die Seiten weder auf dem Smartphone noch auf dem Tablet richtig angezeigt werden. Das ist einerseits störend für den Seitenbesucher und andererseits schlecht für das Ranking in den Google-Suchergebnissen, da die Mobil-Freundlichkeit bereits seit zwei Jahren fester Bestandteil des Google-Algorithmus ist. Damit verschenkt der deutsche Mittelstand enormes Potenzial in der Neukundengewinnung.

Die Studie hat außerdem analysiert, dass die Mehrheit der Internetauftritte von Freelancern oder Agenturen auf Basis eines frei verfügbaren Content-Management-Systems wie Drupal, Typo3 oder Wordpress erstellt wurde. Davon sind über die Hälfte nicht für die Darstellung auf mobilen Endgeräten optimiert. Einen klaren Vorteil haben KMU, die bei der Erstellung ihres Internetauftritts einen Homepage-Baukasten gewählt haben. Im Durchschnitt schnitten diese Webseiten um 22 Prozent besser ab, was die Faktoren mobile Nutzerfreundlichkeit, Ladezeiten und anpassungsfähiges Layout betrifft.

Internetauftritte aus den Branchen Medizin, Handwerk und Automobil liegen zurück

Die Studie hat die Mobil-Freundlichkeit auch nach verschiedenen Branchen untersucht. Dabei zeigte sich, dass Webseiten von Restaurants und Unterkünften am besten abschneiden, wobei auch davon nur etwa 40 Prozent für mobile Endgeräte optimiert sind. Über die Hälfte der Internetauftritte aus den Branchen Medizin, Handwerk, Hausbau, Rechtsfragen und Automobil sind nur auf dem Computer darstellbar.

Die Studie zeigt, dass auch branchenübergreifend viele KMU dem Trend Mobile noch nicht gefolgt und ihre Webseiten nicht mobil optimiert sind. Eine Erklärung für das Ungleichgewicht zwischen den Branchen ist, dass Gastronomie- und Tourismusbetriebe stärker von Online-Reservierungen über mobile Endgeräte profitieren als die anderen Bereiche.

Dreiviertel der Internetnutzer kaufen auf mobil optimierten Webseiten

Die Mobil-Freundlichkeit von Webseiten wird nicht nur im Suchranking belohnt. Google hat bereits 2012 herausgefunden, dass 67 Prozent der mobil Surfenden eher bereit sind, die Dienstleistung oder das Produkt zu kaufen, wenn die Seite für das Smartphone oder Tablet optimiert wurde. Kann der Internetauftritt nicht mobil dargestellt werden, wandern 81 Prozent zur Konkurrenz über. Das eruierte das Internetunternehmen Netbiscuits 2014. Damit entgehen dem Mittelstand – insbesondere im E-Commerce-Bereich – wichtige Kunden.

Mittelständler erleichtern sich die Webseitenerstellung mit Homepage-Baukästen

Kleine und mittlere Unternehmen benötigen mobil optimierte Homepages, die professionell aussehen, schnell erstellt und flexibel geändert werden können. Darum greifen immer mehr Mittelständler auf einen Homepage-Baukasten zurück. Diesen Trend konnte 7leads in einer Studie im August 2016 feststellen. Unternehmer sehen die Vorteile von Homepage-Baukästen insbesondere in der einfachen Funktionsweise und in den transparenten sowie gut kalkulierbaren Kosten. Gleichzeitig können Probleme mit veralteten Versionen des Content-Management-Systems, falsche Einstellungen in der Server-Software und unpassende Templates mit einem Homepage-Baukasten übergangen werden.

Die Studie können Sie hier abrufen.

Autor: Georgina Bott

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