ITscope Marktbarometer

Die Produkte des Channels aus Q1/2017

Laut dem IT-Marktbarometer von ITscope sind die Channel-Trends Quad-HD-Monitore, Kaby-Lake-CPUs und ultramobile Notebooks. Zudem zeigt ITscope die besten Produkte des ersten Quartals 2017.

Das IT-Marktbarometer von ITscope zeigt die Top-Produkte des IT-Channels. Es gibt Aufschluss über die Bewegungen und Interessen des Markts. Über 8.000 Händler wickeln weite Teile ihrer Handelsprozesse, inklusive der Produktrecherche, über http://www.ITscope.com ab. Die Experten von ITscope erstellen aus diesen Zahlen Analysen und Prognosen. Den Zahlen des Marktbarometers zugrunde liegt das Klickverhalten von rund 12.000 Nutzern der ITscope.com-Plattform auf die Produkte von mehr als 250 gelisteten Distributoren.

ITscope analysiert im IT-Marktbarometer die interessantesten Produktkategorien und stellt die 15 besten Produkte aus elf Kategorien vor.

Die Neueinsteiger

Besonderes Interesse zeigten die Fachhändler im ersten Quartal 2017 an Peripherie, Zubehör und PC-Komponenten. Angeführt wird die Liste von dem Wacom-Tablet Intuos Pro M PTH-660 mit 5,8-Zoll-Multi-Touchscreen und einem mitgelieferten batterielosen Pro Pen 2 mit 8.192 Druckempfindlichkeitsstufen.

Dahinter folgt mit 1.091 Klicks die iPhone-Tasche Apple Red aus rotem Leder für das iPhone 5, 5s und 5 SE (MNYV2ZM/A). Produkte rund um die Marke Apple stehen auch weiterhin hoch im Kurs bei den Fachhändlern. Auf Platz 4 und 5 der Neueinsteiger landeten der Rain Design mStand für das MacBook Pro in Spacegrau und der faltbare Apple-Kopfhörer Beats Solo 2 (MH8X2ZM/B).

Auf Platz drei der Neueinsteiger hat sich das Intel-Barebone Next Unit of Computing Kit NUC7I3BNK mit Intel Core i3-7100U in Form eines Mini-PCs gesetzt. Canons Kompaktkamera IXUS 185 mit 20 Megapixel und achtfachem optischem Zoom belegt Platz sechs mit 701 Klicks.

Der HP 8 GB RAM DDR4 PC4-19200 (Z4Y85AA#AC3) für ProBook 430 G4 und Co. ist auf Platz sieben. Der Arbeitsspeicher kommt als SO DIMM 260-Pin und steigert die Leistungsfähigkeit der Business-Notebooks von HP Inc. Das Quantum LTO-6-Laufwerk LTO Ultrium 6 bis 2.5 TB / 6.25 TB befindet sich auf Platz neun.

In der Liste der 15 Top-Neueinsteiger weiter hinten, aber laut ITscope nicht minder interessant, sind der Optoma EH400 (95.78E01GC0E), ein 3D-fähiger DLP-Projektor mit 4.000 ANSI-Lumen und Full-HD-Auflösung, auf Platz 13 und der Iiyama ProLite TH8667MIS-B1AG (TH8667MIS-B1AG), ein 86 Zoll großer LED-Touchmonitor mit UHD- oder 4K-Auflösung und integrierter EasiNote-Interaktionssoftware zu Straßenpreisen von ab etwa 5.219 Euro auf Platz 15.

TFTs

Bei TFT-Monitoren ist Samsung wieder von LG und Dell im ersten Quartal 2017 auf den dritten und vierten Platz verdrängt worden. LG konnte sich mit dem 23,8-Zöller LG 24MB56HQ-B an der Spitze behaupten. Der LED-Monitor kommt mit Full-HD-Auflösung und einem blickwinkelstarken AH-IPS-Panel. Auf Platz zwei ist wieder Dell mit dem 27 Zoll großen UltraSharp Dell U2715H, der die Quad-HD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel und jeweils zwei HDMI- und MHL-Schnittstellen sowie DisplayPort und Mini-DisplayPort mitbringt.

Samsung wurde als Absteiger unter den Channel Top 10 bei Monitoren abermals auf Platz 3 und 4 verwiesen. Betroffen sind bei etwa gleicher Klickzahl die beiden LED-Modelle S24E650BW (LS24E65KBWV/EN) und S24E650PL (LS24E65UPL/EN), beide mit Plane to Line Switching (PLS-Panel), das bei hohem Blickwinkel eine Reaktionszeit von 4 ms verspricht.

Benq hat sich in der Händlergunst mit dem BL2405HT auf dem fünften Rang gehalten. Die reaktionsschnellen 2 ms verdankt der Full-HD-LED-Monitor einem TN-Panel der neueren Generation. Dafür gab es in dem Quartal 2.044 Klicks.

Der Curved-Monitor LG 34UB88-B mit 34 Zoll verfügt über ein IPS-Panel mit der Ultra-Wide-QHD-Auflösung von 3.440 x 1.440 Bildpunkten, einem nativen Kontrastverhältnis von 300 cd/m², zwei HDMI-Anschlüsse und einen DisplayPort. Darüber hinaus schickt das koreanische Unternehmen mit dem „kurvenlosen“ LG 32MP58HQ-P noch einen günstigen 31,5-Zöller ins XXL-Rennen. Beide Modelle sind zwar noch nicht unter den Top 15, letzteres hat aber mit Platz 17 durchaus Anwärterqualität, meint ITscope.

Tablets

Was Windows und Mac OS bei PCs und Notebooks sind, sind Android und iOS in der Reihenfolge bei Tablets. Aber in der Händlergunst hat es im ersten Quartal 2017 wie im Vorquartal nur Samsung geschafft, mit einem Androiden in die Top 15 aufzurücken. Der neue Überflieger ist dem ITscope-Marktbarometer zufolge das Samsung Galaxy Tab A 16 GB mit 10,1-Zoll-Display und einer 1,6 GHz schnellen Cortex-CPU. Das hat ihm 3.251 Klicks und Platz 8 beschert.

An der Spitze hat sich das silberne Surface Pro 4 mit 256 GB Speicherkapazität von Microsoft gehalten. Vorübergehend ist aber das iPad Air 2 mit 32 GB Grau (MNV22FD/A) an dem Throninhaber vorbeigezogen. Das enge Kopf-an-Kopf-Rennen ist wohl damit zu erklären, dass beide Geräte in bestimmten Disziplinen das andere jeweils auszuspielen vermag, erklärt ITscope. Das Surface Pro 4 glänze zwar mit einem Anschluss für ein zweites Ausgabegerät, erlaube die HDMI-Steuerung von TV oder Bildschirm aber nur über einen Adapter. Apples iPad wiederum könne über AirPlay den Bildschirminhalt drahtlos auf ein größeres Display spiegeln, allerdings sei dafür ein Ausgabegerät wie Apple TV oder Chromecast erforderlich.

Unter den Top 15 haben sich das Apple iPad Pro 128 GB 3G 4G Grau (MLQ32FD/A) und das Apple iPad Air 2 128 GB 3G 4G Grau (MH312FD/A) auf die Plätze vier und fünf nach vorne geschoben. Das Surface Pro 4 128 GB Silber mit Core i5 Mobile und 12,3-Zoll-Display wurde damit auf Rang neun verwiesen.

CPUs und Server-CPUs

Bei den Intel-CPUs zeigt sich, dass die Nachfrage nach dem Intel Core i7-6700K und ehemaligen Top-Modellen aus der Skylake-Reihe seit Jahresbeginn deutlich zurückgegangen ist. Denn schon erobert mit den neuen 7700ern die 7. Generation der Intel-Prozessoren die Spitze. Diese sind auch unter dem Codenamen Kaby Lake bekannt und läuten als erste „Optimierer“ das Ende der Tick-Tock-Strategie von Intel ein, obwohl sie wie die Vorgänger noch auf 14-nm-Basis gefertigt werden.

Das Tick-Tock- oder zu Deutsch Tick-Tack-Modell wurde von Intel 2006 eingeführt, um im Jahresrhythmus auf einen neuen Fertigungsprozess (in Nanometer oder kurz nm) eine neue Mikroarchitektur folgen zu lassen, so ITscope. Der letzte große Tick war 2014 unter dem Codenamen Broadwell der Wechsel von der 22- auf die 14-nm-Technologie, gefolgt von der Mikroarchitektur Skylake im August 2015 (Tock). Etwa ein halbes Jahr später hat laut ITscope Intel dann in dem Bericht an die amerikanische Börsenaufsicht SEC das Aus für das Tick-Tock-Modell verkündet.

Denn mit Optimierung oder mit Refreshes („Auffrischungen“) sollte im jährlichen Rhythmus zu den Fertigungsprozessen und der Mikroarchitektur ein drittes Element hinzukommen. KabyLake war Anfang 2017 der erste Optimierer, der zweite wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 CoffeeLake sein. Mit Cannonlake soll ITscope zufolge dann auch schon der Wechsel von der 14- zur 10-nm-Fertigungstechnologie eingeläutet werden.

In der High-end-Klasse haben sich der Intel Core i7-7700 mit 3,6 GHz und vier Kernen sowie der Intel Core i7-7700K 3.6 GHz 8 MB Smart Cache Box (BX80677/77700 und BX80677/77700K) nach vorn gedrängt. Preis-Leistungs-Sieger ist der zwei-kernige Intel Core i3-7100 mit 3,9 GHz, ebenfalls schon aus der 7. Generation.

Auch im AMD-Lager hat sich etwas getan. Mit der neuen Ryzen-Architektur ist bei dem ewigen Intel-Herausforderer womöglich endlich der Knoten geplatzt, so ITscope. Denn der neue 8-Core-Prozessor AMD Ryzen 7 1700X mit 3,4 GHz, 16 Threads und 20 MB Cache hat sich seit Ende Februar 2017 mit zuletzt Platz 12 sofort unter die Top 15 hochkatapultiert. Anwärter für das zweite Quartal könnte der AMD Ryzen 7 1800X mit 3,6 GHz werden. Derzeit noch auf Platz 18, könnte er es von der Rechenleistung her unter die Top 5 schaffen.

Im Multi-Core-Benchmark schneidet Letzterer meist deutlich besser ab als der Intel Core i7-7700K, während dieser bei Single-Core ein Tick besser ist. Hier zeigt sich aber nicht, dass AMD günstiger wäre, im Gegenteil. Der HEK des neuen AMD-Flaggschiffs liegt um über 130 Euro über dem von Intel.

Mainboards

So wie bei Intel-CPUs wirbelt Kaby Lake mit dem neuen Z270-Chipsatz das Ranking im Motherboard-Lager etwas durcheinander. So hat Gigabyte Technology mit dem erst im Januar 2017 gelisteten Gigabyte GA-Z270-HD39 es an Asus vorbei gleich unter die Top fünf und sich somit Platz eins bis vier gesichert.

Das ist wohl dem vergleichsweise günstigen Preis zu verdanken, denn Asus ist mit dem Gaming-Board Asus ROG STRIX Z270F und dem Asus Prime Z270-A hochpreisiger eingestiegen und nur auf den Plätzen zehn und zwölf gelandet.

Notebooks

Bei Notebooks zeigt sich, dass Mobilität im Ranking jetzt wieder vor Leistung geht. So hat sich das ultramobile Apple MacBook Air 13 mit 13,3-Zoll-Display und Core i5 mit gerade mal 1,6 GHz im ersten Quartal an die Spitze gesetzt, weil es sich in jede Tasche mogelt. Das größere MacBook Pro 15,4 Zoll mit großem Retina-Display und wesentlich leistungsstärkerem Core-i7-Prozessor mit 2,2 GHz (MJLQ2D/A) kam dagegen auf den zweiten Platz.

Im Ranking etwas verloren hat das Lenovo ThinkPad L560 20F1, das nur noch auf Platz sieben landete, was daran liegen könnte, dass das 15,6-Zoll-Display nur Full-HD-Auflösung bietet, so ITscope. Vielleicht liegt es auch daran, dass Apples Retina-Display in Sachen Brillanz doch etwas mehr punkten kann, vielleicht aber auch an dem etwas geringeren Gewicht, mutmaßt ITscope. Denn das MacBook Pro 15,4 Zoll bringt nur etwa zwei Kilogramm auf die Waage, das ThinkPad L560 20F1 dagegen 2,4 Kilogramm.

Dass die „Leichtigkeit des Seins“ bei den Händlern nicht nur punkten kann, zeigen die neuen Microsoft Surface, obwohl diese mit 13,5-Zoll-Display, Intel Core i5 mit 2,4 GHz, 8GB RAM, 256 GB SSD und einem Gewicht von rund 1,5 kg dem oben genannten Klassenbesten Apple durchaus das Wasser reichen können. Für drei der Windows-Modelle reichte es nur für die Plätze elf bis 13.

Schlusslicht und Aufsteiger zugleich heißen wieder MacBook Pro von Apple, die es mit 13,3 (TP4-00010) und 15,4 Zoll großem Display und leistungsstarken CPUs erstmals unter die Top 15 schafften. Interessant ist vor allem das größere Gerät, das Apple MacBook Pro 15 mit 2,7 GHz schnellem Core-i7-Quad-Core-Prozessor und einem 15,4 Zoll großen IPS-Panel mit der nativen Auflösung von 2.880 x 1.800 Bildpunkten sowie 512 GB Flash-Speicher.

Smartphones

Bei Mobiltelefonen ist Apple im Channel-Ranking immer noch weit vorn. Bis auf Platz sechs bestreitet die Mac-Company fast das ganze Feld der Top 15 und weiter bis Rang 38. Guter Nachfrage erfreut sich auch das iPhone SE mit Platz vier und zehn in der Rangliste.

Derweil hat sich Samsung nach der Schelte für das S6 mit dem Galaxy S7 32GB 4G Schwarz (SM-G930FZKADBT) mit 2.283 Klicks wieder einen guten sechsten Platz gesichert. Das Gerät bietet eine bessere Kamera und mehr Performance als der Vorgänger.

Außerdem kündigt sich zum Quartalsende das Galaxy S8 an. Ob das gestreckte Amoled-Display mit 2.960 x 1.440 Bildpunkten, die Hauptkamera mit 12 MP und f/1.7-Blende und vor allem der empfohlene Verkaufspreis von 799 Euro beziehungsweise 899 Euro (für das Galaxy S8 Plus) am Markt und im Channel ankommen, wird sich erst noch zeigen müssen.

Server

Bei den Servern dominiert der HP Enterprise DL380 Gen9. Das fängt schon mit den ersten acht Plätzen an und setzt sich dann, nur von dem weiter unten genannten Lenovo-Modell durchbrochen, bis Platz 20 fort.

Von Platz 21 auf Platz neun hat sich der Topseller Lenovo mit dem Rack-Mount-Server Lenovo System x3650 M5 8871 verbessert. Das verdankt er sicherlich der Tatsache, dass er sehr ausbaufähig ist und ohne Betriebssystem oder Festplatte ausgeliefert wird, womit den Fachhandelspartner genug Luft für Margen gelassen wird, vermutet ITscope.

Weitere Produktgruppen

Bei anderen Produktkategorien ist weniger Bewegung zu erkennen. Das betrifft Software und Drucker ebenso wie Wearables:

Drucker: Im Printing-Bereich einschließlich MFPs hat sich wieder Canon nach vorn geschoben, ansonsten hat sich hier nicht viel getan. Eine interessante Neuheit ist der Kyocera ECOSY P2040dn (1102RX3NL0). Das Modell schafft es als „Arbeitsplatzprofi“ auf bis zu 40 Seiten A4 pro Minute. Der mitgelieferte Toner druckt monoton bis zu 3.600 Seiten, der TK-1160 als Standardverbrauchsmaterial bringt es auf bis zu 7.200 Seiten nach ISO/IEC 19752.

Festplatten: In dieser Kategorie ist Samsung abermals vor WD und drängt sich als Neueinsteiger erstmals mit der 960 EVO (SSD) mit 500 GB unter die Top 15. Ansonsten ist auch hier wenig Bewegung zu erkennen.

Komplettsysteme: Auch bei den Komplettsystemen hat sich seit dem vierten Quartal 2016 nicht viel getan. Apples iMacs dominieren alle ersten elf Plätze. Von Platz 15 auf Platz zwölf verbessert hat sich der Fujitsu Esprimo P556 2.7 GHz i5-6400 (P0556PP15JDE), der im April 2017 zum neuen Hero aufgestiegen ist.

Software: In dem Bereich zeigt sich kaum Dynamik. Microsoft beziehungsweise Windows in den unterschiedlichen „Spielweisen“ dominiert die Liste der Top 15. Microsoft Office Home and Business 2016 liegt als Box-Pack mit über 8.100 Klicks ganz oben auf. Auf Platz 10 folgt lediglich HP Enterprise mit der Zwei-Prozessoren-Lizenz von Windows Server 2012 R2 Standard (748921-B21).

Wearables: Diese Kategorie wird weiter von den Apple Watches dominiert. Auf Platz eins ist die Apple Watch Serie 2 in 42 mm und weltraum-grauem Aluminium sowie Oled-Display. Zu den Hardware-Features gehören ein eingebautes GPS-Modul, Wi-Fi, Bluetooth und ein wasserdichtes Gehäuse.

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