Laut NIFIS-Umfrage keine Entspannung in Sicht

Ein Drittel Mehrausgaben für IT-Sicherheit

Die Firmen hierzulande planen 2018 ein Drittel mehr Geld in IT-Security zu investieren. Das fand eine Umfrage der Nationalen Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V. (NIFIS) heraus. Ein Grund dafür ist die steigende Sensibilität gegenüber dem Thema Datensicherheit.

Laut der Studie „IT-Sicherheit und Datenschutz 2017“ von NIFIS werden die Ausgaben deutscher Unternehmen für IT- und Informationssicherheit in den kommenden zwölf Monaten um rund ein Drittel ansteigen. Davon sind 57 Prozent von 100 befragten IT- Experten überzeugt. Im vergangenen Jahr schätzte noch weniger als die Hälfte (48 Prozent), dass die deutschen Unternehmen rund ein Drittel mehr für IT-Security ausgeben werden.

Fragt man nach der langfristigen Planung bis zum Jahr 2025, so erwarten 44 Prozent einen um etwa ein Drittel höheren monetären Einsatz, verglichen mit dem bisherigen Invest. 33 Prozent der Studienteilnehmer gehen von einem Anstieg der Investitionssummen um die Hälfte aus. Der akute Bedarf an Sicherheitsmaßnahmen wird damit als relevanter eingeschätzt: Im Jahr 2016 gingen noch 58 Prozent von einem Ausgabenanstieg um 50 Prozent bis zum Jahr 2025 aus.

„Wir nehmen als positives Ergebnis aus der Studie mit, dass die Befragten ein Sinken der möglichen Investitionen nach wie vor ausschließen“, erklärt Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der NIFIS. Dennoch scheint der Investitionsbedarf für die meisten Befragten zumindest zeitlich noch weit entfernt: Während etwas mehr als jeder Fünfte bis zum Jahr 2025 sogar von einer Verdoppelung der bisherigen Investitionssumme ausgeht, vermuten innerhalb der kommenden 12 Monate lediglich neun Prozent eine Verdoppelung der Investitionssumme.

Sicherheitsvorfälle bekämpfen

Lapp vermutet, dass die starke Sensibilität gegenüber dem Thema Datensicherheit daher rührt, dass viele der Befragten schon selbst mit Sicherheitsvorfällen zu kämpfen hatten. Eine Vermutung, die sich auch in der Studie widerspiegelt: Innerhalb der letzten drei Jahre hatten bis zu 75 Prozent der Unternehmen mit einem Sicherheitsvorfall zu kämpfen, wie 56 Prozent der Studienteilnehmer vermuten. 15 Prozent der Befragten gehen sogar davon aus, dass mehr als 75 Prozent der Unternehmen einen Sicherheitsvorfall innerhalb der letzten drei Jahre lösen mussten. Dass etwa die Hälfte der Firmen aufgrund von Cyberkriminalität aktiv Schadensbegrenzung betreiben musste, ist die Meinung von immerhin noch 22 Prozent der Befragten.

„Angesichts dieser Zahlen wird klar, wie wichtig es für Unternehmen ist, in IT- und Datensicherheit zu investieren. Stillstand ist keine Option, um Cyberkriminalität erfolgreich die Stirn bieten zu können“, sagt Lapp. Der Meinung sind auch die befragten Experten: Angesprochen auf eine mögliche Veränderung bis 2025 antwortete lediglich ein Prozent der Befragten, dass die Investitionsleistungen auf dem gleichem Stand bleiben würden.

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