Bitkom-Studie

Handel mit ITK-Produkten nimmt zu

Die Importe sowie Exporte mit Geräten und Ausrüstung aus der Informations- und Kommunikationstechnik haben im vergangenen Jahr stark zugenommen. Der Bitkom korrigiert seine bisherigen Zahlen nun jedoch nach unten.

Bereits im Januar veröffentlichte der Bitkom eine Studie über den Handel mit ITK-Produkten (Informations- und Telekommunikationstechnik). Die aktuellen Zahlen lassen erkennen, dass die Verkaufszahlen prozentual gesunken sind, der Umsatz ist dennoch gestiegen. Das kann darauf zurückzuführen sein, dass zwar weniger ITK-Produkte verkauft wurden, deren Preis jedoch gestiegen ist. Dieses Ergebnis folgt dem Trend von Endkunden, immer mehr Geld für Smartphones auszugeben.

Dem Bitkom zufolge ist das Exportvolumen deutscher ITK-Produkte um sieben Prozent auf 38,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Besonders stark legte die Nachfrage nach deutscher IT-Hardware mit einem Anstieg um 19 Prozent auf 19,5 Milliarden Euro zu. Die Ausfuhr von Unterhaltungselektronik wuchs um sechs Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. Rückläufig entwickelte sich der Export von TK-Produkten mit einem Minus von fünf Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. Die Importe ausländischer ITK-Waren verzeichneten hingegen mit einem Plus von neun Prozent auf 63,6 Milliarden Euro starkes Wachstum. Die Einfuhr von IT legte um 13 Prozent auf 30,4 Milliarden Euro zu, bei Unterhaltungselektronik betrug das Plus 9 Prozent (10,1 Milliarden Euro) und bei TK-Waren drei Prozent (23,1 Milliarden Euro).

„Die Digitalisierung nimmt Fahrt auf und stellt die Weichen auf Wachstum. Das boomende Auslandsgeschäft belegt die weiter zunehmende Bedeutung digitaler Technologien für Produktion und Wertschöpfung. Das Signal ist klar: Wir brauchen weder Schutzzölle noch Digitalsteuern, sondern freien Handel“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Exporte

Wichtigste Exportmärkte für deutsche ITK-Produkte sind die europäischen Nachbarländer. Ganz oben steht Polen mit einem deutlichen Zuwachs um 23 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Dahinter folgen Frankreich (3,2 Milliarden Euro, plus 9 Prozent) und die Tschechische Republik (3,1 Milliarden Euro, plus 35 Prozent). Auch die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich legen um neun Prozent zu und steigen auf 3,0 Milliarden Euro.

„Auch nach dem Brexit-Votum bleibt das Vereinigte Königreich eines der wichtigsten Exportmärkte“, so Berg. Auch die USA sind als einziger nichteuropäischer Vertreter unter den zehn wichtigsten Exportländern mit einem Volumen von 1,9 Milliarden Euro, das um zwei Prozent zulegte.

Importe

Bei den Importen steht China mit weitem Abstand an der Spitze. So wurden dem Bitkom zufolge 2017 Waren im Wert von 29,9 Milliarden Euro importiert. Das entspricht einem Anstieg von neun Prozent. Es folgen die Tschechische Republik (3,7 Milliarden, plus 22 Prozent) und die Niederlande (3,4 Milliarden, minus 8 Prozent). Den bei weitem größten Zuwachs unter den Top-10-Importländern verzeichnet Südkorea mit einem Plus von 156 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

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