Trend zu hochwertigen Kameras

Handy verdrängt kleine Kompaktkameras

Das Segment der kleinen Kompaktkameras schrumpft, denn in Smartphones wird eine immer bessere Kameratechnik verbaut. Zudem geben Verbraucher lieber mehr Geld für größere Digitalkameras aus.

Dass außer ein paar „ Nerds“ kaum einer mehr analoge Kameras mit Fotofilm verwendet, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Dass jedoch mittlerweile kleinere digitale Kameras aussterben, ist wenig bekannt. Laut dem Bitkom verdrängen Smartphones die kleineren Geräte. Eine Marktprognose des Digitalverbands, bei der über tausend Personen deutschlandweit telefonisch befragt wurden, zeigt, dass im laufenden Jahr voraussichtlich knapp unter zwei Millionen Digitalkameras verkauft werden, ein Minus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wenn sich Verbraucher noch für Kameras entscheiden, dann vor allem für hochwertige Geräte. So greifen sie mittlerweile tiefer in die Tasche und zahlen im Jahr 2018 voraussichtlich 464 Euro je Gerät, das sind gut 20 Euro mehr als im Jahr 2017. „Das Segment der kleinen Kompaktkameras schrumpft immer stärker“, sagt Bitkom-Geschäftsleiter Christian Kulick im Vorfeld der Foto-Messe Photokina.

Wettbewerb durch Smartphone

Das Handy wird zur Konkurrenz, da die Hersteller den Wünschen der Verbraucher nachkommen und immer bessere Kameratechnik in ihren Geräten verbauen. Hinzu kommt, dass heutzutage das Smartphone meist in greifbarer Nähe liegt. „Viele aktuelle Smartphones besitzen mittlerweile Kameratechnik, die vor Jahren nur in Profi-Equipment verfügbar war. Dazu kommt, dass man das Smartphone meistens sowieso in der Hosentasche dabei hat“, erläutert Kulick.

So möchte laut Bitkom-Umfragen jeder vierte Smartphone-Nutzer (25 %) in seinem nächsten Smartphone eine bessere Kamera. Entsprechend ausgestattet kann man dann in immer mehr Situationen komplett auf eine Extra-Knipse verzichten – so etwa im Urlaub. Nach der Bitkom-Umfrage nehmen die meisten Urlauber auf Reisen mittlerweile keine eigene Kamera mehr mit. Entsprechend sagten in diesem Jahr sieben von zehn Urlaubern (70 %), dass sie ihre Urlaubsfotos überwiegend mit dem Smartphone aufnehmen. „Gerade auf Reisen hat sich das Smartphone als praktischer Begleiter für Fotos und Videos etabliert“, findet Kulick.

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