Bitkom-Umfrage

Investitionen in das digitale Büro steigen

Der Bitkom-Umfrage „Digital Office Index 2018“ zufolge ist der Weg zum digitalen Büro in deutschen Unternehmen etwa zur Hälfte geschafft. Dazu wurden vom Digitalverband 1.106 deutsche Unternehmen ab 20 Mitarbeitern befragt.

Beim Digital Office Index 2018 des Bitkom wurden die teilnehmenden Unternehmen nach ihrer Selbsteinschätzung gefragt, wie sie den heutigen Stand der Digitalisierung ihrer Büro- und Verwaltungsprozesse auf einer Skala von 1 bis 10 einschätzen. Dabei kam heraus, je größer ein Unternehmen ist, desto digitaler fühlt es sich aufgestellt. So schätzen sich die kleinen Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern mit 5,2 von möglichen 10 Punkten ein, die Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern mit 5,5 und die großen Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr mit 5,7. In Bezug auf das digitale Büro sieht sich der Maschinen- und Anlagebau mit einem Wert von 5,6 mit am besten aufgestellt. Ver- und Entsorger sehen sich dagegen noch nicht mal bei der Hälfte des Weges angekommen (4,7).

„Die Hälfte des Weges ist geschafft. Es darf aber nicht bei Insellösungen für einzelne Unternehmensbereiche bleiben. Das Ziel ist das papierlose Unternehmen 4.0“, sagt Nils Britze, Bitkom-Referent Digitale Geschäftsprozesse.

Investitionen

In fünf Jahren sehen sich die Unternehmen in Sachen digitales Büro im Schnitt bei einem Wert von 6,8 angekommen. 45 Prozent der Unternehmen wollen dafür mehr Geld investieren. Unter den großen Unternehmen sind es 51 Prozent. 17 Prozent aller Unternehmen meinen dagegen, dass die Investitionen ihres Unternehmens in die Digitalisierung von Büro- und Verwaltungsprozessen sogar abnehmen werden. Jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) sagt, dass sie unverändert bleiben.

Mehr Vorteile

Zwar zeigen sich die Unternehmen bei Investitionen zurückhaltend, doch die Evaluierung des Einsatzes digitaler Bürolösungen spricht eine deutliche Sprache: So sagen 72 Prozent der Unternehmen, die digitale Lösungen im Büro nutzen, dass seit der Einführung die Performance der internen Büro- und Verwaltungsprozesse zugenommen hat. Auch die Automatisierung habe zugenommen, meinen 69 Prozent der Unternehmen – genauso wie die Erfüllung von Compliance-Richtlinien (68 Prozent), die Kundenzufriedenheit (56 Prozent), die Transparenz (46 Prozent) und die Datensicherheit (46 Prozent).

„Man kann sagen: Die Unternehmen, die in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse investieren, haben einen hausgemachten Wettbewerbsvorteil gegenüber denjenigen, die es nicht tun. Investitionen zahlen sich aus. Das bescheinigt der Großteil jener Unternehmen, die auf digitale Bürolösungen setzen“, so Britze.

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