Internet of Things

IoT-Trends 2018: „Diese vier Herausforderungen müssen Unternehmen besonders beachten“

Das Internet der Dinge in 2018: Der IoT-Markt ist nach Ansicht von Axel Godoy, Geschäftsführer des Online-Marktplatzes mozaiq im Jahr 2017 deutlich gereift. 2018 wird das Jahr der Umsetzung von konkreten Projekten werden. Unser Experte nennt vier zentrale Herausforderungen für Unternehmen.

Auf diese Aspekte müssen Unternehmen im nächsten Jahr besonders achten, wenn es um die Umsetzung von IoT-Projekten geht:

1. Interoperabilität nachhaltig gewährleisten

2018 werden laut Gartner 75 Prozent der IoT-Projekte in der Umsetzung doppelt so lange dauern wie geplant. Diese längere Projektlaufzeit kann maßgeblich auf eine mangelnde Interoperabilität zurückgeführt werden. Dies hat zur Folge, dass Dienste, Geräte und Unternehmen nicht nahtlos zusammenarbeiten können. Hintergrund hierfür ist, dass IoT-Plattformen meist Vendor-spezifisch ausgelegt sind und lediglich eine Verknüpfung von Geräten im eigenen Ökosystem ermöglichen. Außerdem wird so die Verbindung von Geräten mit Dienstleistungen häufig vernachlässigt. Doch eben jene Interoperabilität ist laut McKinsey in etwa der Hälfte aller Nutzungsszenarien des IoT kritisch für den Geschäftserfolg. Unternehmen müssen daher 2018 die Interoperabilität ihrer IoT-Projekte sicherstellen.

2. Geschäftlichen Nutzen etablieren und IoT-Anfangsinvestitionen minimieren

Jeder sechste aller Geschäftsführer deren Unternehmen 2017 vor einer Implementierung von IoT-Lösungen stand, versprach sich laut einer Umfrage von HP Enterprise eine höhere Gewinnsteigerung. Doch nach der IoT-Einführung vermeldeten bereits doppelt so viele der Befragten zusätzliche Gewinne. Im Zuge dessen stehen Unternehmen aber auch im kommenden Jahr vor der Herausforderung, dass IoT-Projekte oft mit sehr hohen anfänglichen Investitionskosten verbunden sind. Um hohe Anfangsinvestitionen zumindest beim Plattform-Betrieb zu vermeiden, sollten Unternehmen prüfen: Gibt es geeignete externe IoT-Plattform-Anbieter, die ein sogenanntes Pay-as-you-grow-Modell anbieten. Denn anfangs verfügen Unternehmen naturgemäß nur über eine kleine Nutzerbasis für ihre IoT-Angebote mit entsprechend geringen Umsatzraten. Dies sollte auch in der Abrechnungsform des Plattformbetreibers an das Unternehmen berücksichtigt werden.

3. IoT-Partnerschaften bilden

Unternehmen sollten darauf achten, dass ihre eingesetzte IoT-Plattform die Möglichkeiten bietet, Partnerschaften zu bilden. Denn je mehr Gerätehersteller und Dienstleister sich über eine Plattform verbinden können, desto attraktivere IoT-Anwendungsszenarien lassen sich für den Endverbraucher entwickeln. Beispielsweise, wenn die Hausratversicherung mit dem Waschmaschinen-Hersteller kooperiert und nutzungsbasierte Tarife anbietet. Laut Vodafone IoT-Barometer sind bereits ein Drittel der Unternehmen dabei, solche IoT-Leistungsverbünde zu schließen. 2018 werden diese Bemühungen sicherlich noch intensiviert.

4. Geräte und Dienstleistungen verknüpfen

Der Erfolg vom Internet der Dinge hängt im Endverbraucher-Markt stark von den erlebten Vorteilen der Anwendungsszenarien ab. Es gibt eine Vielzahl interessanter Szenarien, die den Alltag von Verbrauchern erleichtern können. Per App lassen sich Temperatureinstellungen ändern, der Ofen vorheizen und die Alarmanlage scharfstellen. Doch das Internet der Dinge wird seine Massenmarkttauglichkeit erst dann erlangen, wenn vernetzungsfähige Endgeräte mit datengetriebenen Dienstleistungen verbunden werden. Gerätehersteller und ihre vernetzbaren Geräte, etwa Waschmaschinen, sollten daher eruieren, wie sie sich mit Dienstleistern, die wiederum ihre Produkte digitalisieren wollen, etwa Versicherer, verbinden können. Nur so entstehen neue IoT-Produkte auf beiden Seiten. Der Versicherer kann beispielsweise bei einem Rohrbruch unmittelbar einen Handwerksbetrieb an den Haushalt vermitteln oder die leckende Leitung aus der Ferne abstellen. Die Verbindung von Geräten mit Services ist der wesentliche Kernaspekt, der IoT für den Endnutzer 2018 erst wirklich attraktiv macht.

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Die Beiträge in der Rubrik "Trends und Innovationen" sind Inhalte unseres Medienpartners Vogel Business Media. Sie spiegeln nicht unbedingt die Meinung von DATEV wider.