Erste Ergebnisse der Lünendonk-Studie

IT-Freelancer stehen hoch im Kurs

Anbieter von Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern erreichen weiterhin ein zweistelliges Umsatzwachstum. Im Jahr 2017 konnte der Umsatz um knapp 13 Prozent gesteigert werden. Treiber des Wachstums bleibt die Digitalisierung der Unternehmen.

Lünendonk & Hossenfelder hat erste Ergebnisse der Marktsegmentstudie zum Thema „Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland“ veröffentlicht. Die Blütezeit des IT-Sektors ist noch lange nicht vorbei. Von der Sonderkonjunktur profitieren daher auch die Anbieter von Rekrutierung und Vermittlung der IT-Freiberufler. Die führenden Anbieter konnten ihre Umsätze 2017 durchschnittlich um 12,9 Prozent steigern. Der Umsatz wächst damit seit vier Jahren zweistellig. Nach Schätzung von Lünendonk & Hossenfelder stieg das Marktwachstum um 8,9 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro.

Besetzung über externe Wege

Für führende Anbieter verstärkt sich das profitable Geschäft mit den IT-Freiberuflern. Zum einen ist die Nachfrage nach Freelancern und Projekten in großen Unternehmen hoch. Unternehmen greifen daher für die Besetzung der Personalstellen verstärkt auf externe Partnerschaften zurück und rekrutieren sowohl IT-Freiberufler als auch IT-Experten auf Basis von Arbeitnehmerüberlassung. Zum anderen sorgt die Rekrutierungsstärke der Anbieter dafür, dass Folgeaufträge für Personalbedarf und Personalvermittlung geschlossen werden.

Ein drittes Kriterium sind Compliance-Vorgaben: „Die hohe Auslastung im Freelancer-Markt und die Tatsache, dass IT-Experten händeringend gesucht werden, wirken sich limitierend aus. Weil die führenden Anbieter für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten über ihre Kanäle deutlich mehr IT-Freelancer erreichen können und auch bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen helfen, hat sich die indirekte Beauftragung zum bevorzugten Modell entwickelt“, so Hartmut Lüerßen, Partner der Lünendonk & Hossenfelder.

Direkter Projekteinsatz

IT-Freiberufler werden dann überwiegend direkt in Projekte von Anwenderunternehmen als auch zur Ergänzung von Teams großer IT-Beratungsunternehmen eingesetzt. Ersteres ist die häufigste Variante. Im Jahr 2017 lag der Umsatzanteil mit Anwenderunternehmen bei durchschnittlich 71,3 Prozent. Der Anteil mit IT-Beratungs- und IT-Dienstleistungsunternehmen lag bei 21,4 Prozent. Weitere 7,3 Prozent wurden mit Standard-Software-Unternehmen erwirtschaftet.

Die Rolle der Arbeitnehmerüberlassung

Lüerßen erläutert: „Durch die Regulierung zur Arbeitnehmerüberlassung im Jahr 2017, die auch andere Vertragsformen beeinflusst, hat sich vor allem der Dokumentations- und Prüfungsaufwand bei der Vergabe und der Projektumsetzung erhöht. Der Flexibilisierungsbedarf der Wirtschaft lässt sich jedoch nicht wegregulieren.“ Jedoch hätten die Einkaufsorganisationen der Anwenderunternehmen und die Anbieter in Kompetenzen und Prozesse investiert, was sich nun auszahlen soll.

IT-Freelancer sollten sich gut in den Themen Cloud-Services, Digitalisierung und agile Methoden wie DevOps oder Scrum auskennen. Wichtig ist, dass der Freiberufler ein Auge fürs Ganze hat, um an disziplinübergreifenden Lösungen zu arbeiten. Hohe Nachfrage herrscht ebenfalls für Cyber-Security-Konzepte, Mobile Business Apps und Business Analytics.

Alle Ergebnisse der Lünendonk-Marktsegmentstudie 2018 „Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung von IT-Freelancern in Deutschland“ ist ab Ende Juli bei Lünendonk verfügbar.

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