IT-Security Management & Technology Conference 2017

IT-Sicherheit und das Gesetz des Schweigens

Täglich werden in Deutschland Unternehmen gehackt. Nur wenige dieser Angriffe erlangen große Medienaufmerksamkeit, die meisten erfolgreichen Hackerangriffe werden totgeschwiegen. Die Cyberkriminellen können so mit der gleichen Methode oft weitere erfolgreiche Angriffe durchführen.

Es ist das 2. Maiwochenende 2017. Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Nur 24 Stunden vorher veröffentlichen unbekannte Hacker persönliche Daten von Emmanuel Macron im Internet. Das perfide: welche Daten davon echt sind, welche gefälscht, kann kaum beurteilt werden. Das Ziel: die Diskreditierung des unabhängigen Präsidentschaftskandidaten. Der Akt — nicht weniger als ein Angriff auf die Demokratie.

Nicht alle Hackerangriffe erreichen derart prominenten Status, dennoch berichten Medien nahezu täglich über Datenlecks, IT-Pannen und Hackerangriffe. Doch für gewöhnlich kümmern solche Nachrichten nur wenige Leser. Erstens weil man denkt, solche Pannen gehören ebenso zur IT wie Kabel, Nullen und Einsen und zweitens ist man schließlich nie selbst betroffen - und falls doch, wird drittens aus Sicht eines Unternehmens bitte möglichst nicht darüber gesprochen. Und wenn man ehrlich ist, stellt sich die Situation noch prekärer dar, als angenommen: Fehler in der IT werden totgeschwiegen, unter der Decke gehalten und vor allem kleingeredet. Warum also sollten Firmen, die von solchen Attacken nicht betroffen sind, ihre Sicherheitsmaßnahmen erhöhen?

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