Digitalisierung

Jedes vierte KMU organisiert ITK-Weiterbildungen

Bei der Beschäftigung von ITK-Experten (Informations- und Kommunikationstechnik), sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland im Europavergleich unterdurchschnittlich. Über dem Durchschnitt positionieren sie sich bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu ITK-Themen.

Bei der Beschäftigung von IT-Fachkräften sind die KMU europaweit nur durchschnittlich. Lediglich jedes sechste Unternehmen (17 %) in Deutschland mit 10 bis 249 Mitarbeitern beschäftigt eigene Fachkräfte, die auf die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (ITK) spezialisiert sind. Allerdings lässt sich anhand der statistischen Zahlen von Eurostat nicht ablesen, inwiefern die kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fehlendes spezifisches ITK-Fachwissen einkaufen und beispielsweise mit jungen innovativen Start-ups im ITK-Bereich zusammenarbeiten.

ITK soll Mitarbeiter unterstützen und nicht ersetzen

Im Hinblick auf die ITK-Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zeigen sich die KMU in Deutschland überdurchschnittlich: Gut jedes vierte Unternehmen (26 %) sorgt dafür, dass die eigenen Beschäftigten das nötige Wissen erhalten. Nur die KMU in Finnland (36 %), Belgien (33 %), Österreich und Irland (29 %) sind in dieser Hinsicht noch aktiver. Dies belegt nach Auffassung des IfM Bonn, dass die KMU in Deutschland den technologischen Wandel, den die Digitalisierung mit sich bringt, durchaus als Chance verstehen.

Zum gleichen Ergebnis war im vergangenen Jahr eine Unternehmensbefragung des Bonner Instituts für Mittelstandsforschung im verarbeitenden Bereich gekommen: Ebenso wie die Vertreter von Großunternehmen negierten die Befragten in den KMU überwiegend, dass ihre Mitarbeiter durch moderne Technologien ersetzt werden könnten. Im Gegenteil: Die überwiegende Mehrheit ist der Meinung, dass die neuen Technologien die Beschäftigten dabei unterstützen, ihre Arbeitsproduktivität zu erhöhen.

Digitalisierung: mehr Skepsis bei kleineren Unternehmen

"Unter den kleinen Unternehmen erwarteten jedoch fast ein Viertel, dass ihre Beschäftigten durch den digitalen Wandel zunehmend nur noch Handlangertätigkeiten ausüben und von der Technik fremdbestimmt werden könnten. Damit stehen die Unternehmen mit maximal 49 Mitarbeitern den Auswirkungen des digitalen Wandels skeptischer gegenüber als größere Unternehmen", erklärt IfM-Wissenschaftler Dr. Christian Schröder.

Unter den Großunternehmen in Deutschland verfügt die überwiegende Mehrheit (77 %) über ITK-Fachkräfte – eine ähnlich hohe Zahl (78 %) sorgt für die entsprechende Weiterbildung seiner Beschäftigten. Damit liegen die Großunternehmen in beiden Bereichen über dem EU-Durchschnitt (75 % bzw. 69 %).

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