Keine Angst vor KI

Künstliche Intelligenz: mehr Arbeitsplätze als -verluste

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner werden bis 2020 mehr Arbeitsplätze durch Künstliche Intelligenz (KI) geschaffen, als dadurch verloren gehen. Vor allem die Gesundheitsbranche soll dadurch profitieren. Der größte Jobverlierer wird die Produktions- und Fertigungsindustrie sein.

Die Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes und dem damit einhergehenden Bedeutungsverlust, ist ein Thema, welches die Menschen seither beschäftigt. Neue Technologien sind meist die Auslöser für den Wegfall vieler Beschäftigungsverhältnisse. So erregen auch Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz Besorgnis. Die Studie des Marktforschungsinstitutes Gartner zeichnet jedoch ein anderes Bild von der Zukunft. KI soll demnach bis 2020 mehr Arbeitsplätze schaffen (2,3 Millionen) als vernichten (1,8 Millionen).

„Künstliche Intelligenz wird die Produktivität vieler Arbeitsplätze verbessern. Auf der einen Seite werden Millionen von mittleren und niedrigeren Positionen wegfallen, aber auf der anderen Seite werden auch Millionen neuer Positionen geschaffen. Diese reichen von hochqualifizierten Mitarbeitern im Managementbereich bis hin zu geringer qualifizierten Mitarbeitern und sogar Einsteigern,“ so Svetlana Sicular, Research Vice President bei Gartner.

Branchenunterschiede

Künstliche Intelligenz wird in einigen Branchen mehr und in anderen weniger Einfluss auf die Arbeitsplatzsituation haben. So soll bis zum Jahr 2019 vor allem die Gesundheitsbranche, der öffentliche Sektor und der Bildungssektor die Nachfrage nach Arbeitskräften kontinuierlich steigern, während die Produktions- und Fertigungsindustrie am Stärksten negativ betroffen sein wird. Dort wird beispielsweise die Automation von Arbeitsprozessen die Mitarbeiterzahl senken, dadurch aber Kosten sparen. Laut Gartner sollten diese Kostenersparnisse in einen fundamentalen Wandel der Geschäftsprozesse investiert werden. So sollten sich IT-Führungskräfte bei jeder Investition in KI die Frage stellen, welche Jobs dadurch wegfallen würden, aber auch welche neu geschaffen werden müssen.

Zusammenarbeit von Mensch und Maschine

In der Produktions- und Fertigungsindustrie haben Maschinen den Menschen bereits bei repetitiven Aufgaben, wie beispielsweise Fließbandarbeit, abgelöst. Laut dem Marktforschungsunternehmen ist es wichtig, dass Menschen Maschinen die auf KI basieren in ihren Arbeitsprozess integrieren und diese zur Unterstützung heranziehen. Der Mehrwert liegt in Zukunft somit in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

Schlussendlich sollen Maschinen den Menschen bei seiner Arbeit unterstützen und ihn nicht ersetzen. In Unternehmen soll so Flexibilität und Rentabilität gewährleistet werden.

Bitte beachten Sie

Die Beiträge in der Rubrik "Trends und Innovationen" sind Inhalte unseres Medienpartners Vogel Business Media. Sie spiegeln nicht unbedingt die Meinung von DATEV wider.