Microsoft Build 2018

Künstliche Intelligenz und Mixed Reality

Auf der Microsoft-Entwicklerkonferenz Build 2018 zeigte Microsoft verschiedene Neuerungen zur Künstlichen Intelligenz und Mixed-Reality-Anwendungen. Im Vordergrund standen unter anderem Spracherkennungen. Entwickler können davon ab sofort profitieren.

Alljährlich präsentiert Microsoft auf der Build neue Technologien und Lösungen für Entwickler, die auf der Microsoft-Plattform arbeiten. Darunter waren in diesem Jahr auch interessante Neuerungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Mixed-Reality. Vor allem in der Spracherkennung wurden weitere Fortschritte erzielt.

Das Speech Devices SDK optimiert beispielsweise Audio-Anwendungen in Mehrkanalsystemen wie Dolby Surround. Die Qualität und Erkennung bei Sprachanwendungen wird damit deutlich verbessert. Im Zusammenspiel mit Updates für Azure Cognitive Services sind Spracherkennung, die Umwandlung von Text in Sprache sowie die Unterstützung benutzerdefinierter Spracherkennungsmodelle problemlos verwendbar.

Fortschritte verzeichnet Microsoft nach eigenen Angaben auch im Bereich der Cloud-Plattform Azure: Neue Multi-Master-Funktionen zur Unterstützung von Cloud und Edge stehen ab sofort für Entwickler bereit. Das sogenannte Projekt Brainwave ermöglicht die Entwicklung neuronaler Netze mit Echtzeit-KI. Dazu ist Brainwave voll in Azure Machine Learning integriert und unterstützt FPGA-Hardware.

Um die Grundlage für Chatbots der Zukunft zu schaffen, wurden auch das Bot Framework und die Azure Cognitive Services aktualisiert. Erweiterte Dialoge sowie eine Anpassung der Persönlichkeit der Assistenten ist nun machbar, auch können Unternehmens-Stile eingebunden werden Zusammen mit modernen Indizierungstechnologien, die eine schnelle Suche erlauben, bietet das Anwendungspaket hervorragende Werkzeuge zur Schaffung einer multisensorischen Mixed-Reality-Nutzererfahrung.

Kinect, Remote und HoloLens eingebunden

Im Rahmen des Projekts „Kinect for Azure“ findet auch Kinect seine Anbindung an KI-Anwendungen. Möglich wird das durch eine neue Kameratechnologie, die auch mit Microsoft HoloLens verwendet werden kann. Dadurch sind künftig Ambient-Intelligence-Anwendungen möglich, die die Umgebung erfassen und in virtuelle Welten einspeisen.

Dank Gestensteuerung und der Erfassung räumlicher Informationen erzielt Microsoft damit eine neue Qualitätsstufe bei Präzisionsanwendungen in diesem Bereich. Dabei hilft auch der Remote-Assist, der User per Videotelefonie miteinander vernetzen kann. So sind Anwendungen im Support oder der Produktion denkbar, bei denen Mitarbeiter mittels HoloLens beide Hände frei haben, um sich gleichzeitig zu vernetzen und an einem System zu arbeiten.

Probleme und Lösungen lassen sich auf diese Weise quasi in Echtzeit teilen, Teams können die Arbeit also schneller erledigen. Passend dazu konstruiert Microsoft mit Microsoft Layout dreidimensionale Mixed-Reality-Räume, die in Form von Hologrammen mit Nutzern geteilt und bearbeitet werden können.

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