Studie

Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln – und erhöht die Gewinne

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz wird weitreichende Folgen haben. Nach einer Studie hat die Technologie das Potenzial, Unternehmensgewinne bis 2038 um durchschnittlich 38 Prozent zu steigern.

Die Studie mit dem Titel „How AI boosts industry profits and innovation“, herausgebracht vom Beratungsunternehmen Accenture, untersucht die Auswirkungen des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz auf die Wertschöpfung von Unternehmen in mehreren Industrieländern. Demnach werden vor allem die IT- und Kommunikationsbranche, das produzierende Gewerbe und die Finanzdienstleister von Künstlicher Intelligenz profitieren. Laut Studie hat ihre Bruttowertschöpfung bis 2035 ein Wachstumspotenzial von 4,8 Prozent, 4,4 Prozent und 4,3 Prozent pro Jahr. Das wäre alleine für diese Wirtschaftszweige eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von 5,38 Billionen Euro.

Aber auch in anderen Sektoren ließen sich die Gewinne durch den Einsatz von schlauen Algorithmen erhöhen. Die Studie sieht in beschäftigungsintensiven, aber zuwachsschwachen Branchen wie dem Bildungswesen und dem sozialen Dienstleistungsbereich einen Zuwachs von 98 und 194 Mrd. Euro.

„Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren. Diese noch neue Variable in der Produktion kann sich äußerst positiv auf die Ertragslage von Unternehmen auswirken”, so Matthias Ziegler, Leiter Emerging Technology & Innovation bei Accenture Deutschland, Österreich, Schweiz. „Um diese riesige Wachstumschance zu nutzen, sollten Unternehmen jetzt handeln und Strategien für Künstliche Intelligenz entwickeln, bei denen die Befähigung des Menschen im Mittelpunkt steht.“

Künstliche Intelligenz macht effizient

Der Einsatz von kognitiven Systemen dient vor allem der Effizienz. So ließe sich etwa der Einsatz der Belegschaft intelligenter planen, Warenströme oder Auftragsreihenfolgen resilient, also krisenfest, anlegen. In der industriellen Fertigung sei so eine Steigerung der Umsatzrendite um fast 40 Prozent möglich, in der Logistik sogar 44 Prozent.

Voraussetzung dafür ist aber auch die nachhaltige Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter, um Kompetenzen im Umgang mit intelligenten Maschinen aufzubauen.

„In den kommenden Jahrzehnten wird Künstliche Intelligenz einen immer höheren Reifegrad erlangen. Der gesamtwirtschaftliche Blick auf diese Entwicklung zeigt, dass sich Unternehmen aller Branchen erhebliche Vorteile durch die Nutzung der Technologie bieten“, sagt Jürgen Pinkl, Geschäftsführer des Bereichs Technology bei Accenture. „Ob durch Prozessoptimierung mit Hilfe intelligenter Automatisierung, Erweiterung menschlicher Fähigkeiten und physischer Produktionsmittel oder als Treiber von Innovation: Künstliche Intelligenz wird Profitabilität und Wirtschaftswachstum nachhaltig beeinflussen.“

Bereits 2016 hat Accenture eine Studie zur Wirkung von Künstlicher Intelligenz veröffentlicht. Danach sollte das Wirtschaftswachstum in Deutschland durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz um jährlich 3 Prozent (von 1,9 Prozent) steigen. Das entspricht einer zusätzlichen Bruttowertschöpfung von einer Billion Euro für den gesamten Zeitraum. Außerdem würde die Produktivität der Beschäftigten um 29 Prozent steigen, da viele Arbeitsabläufe effizienter gestaltet wären.

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