LBMA Trend Report 2017

Location Based Marketing gewinnt an Bedeutung

Eine Umfrage des internationalen Verbunds für standortbasierte Technologien und Services LBMA (Location Based Marketing Association) ergab, dass deutsche Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr bei der Nutzung von LBM (Location Based Marketing) weltweit auf Platz zwei liegen.

Bei einer internationalen Umfrage von mehr als 500 Unternehmen hat der LBMA herausgefunden, dass deutsche Unternehmen Location Based Marketing (LBM) eine erhöhte Wichtigkeit zukommen lassen. Aufgrund des steigenden Einsatzes von standortbasierten Technologien sei es naheliegend, dass auch die Investition in diese steigen.

„Gewöhnlich sind vor allem die Deutschen hinsichtlich der Einführung von technologischen Neuerungen zaghaft. Allerdings zeigt unsere aktuelle Studie, dass gerade deutsche Unternehmen standortbasierte Technologie als wichtigen Teil der Unternehmensstrategie sehen. Daraus resultierend investieren sie auch in diese Services“, sagt Carsten Szameitat, Vorstandsvorsitzender & Region Director DACH bei LBMA.

Allgemein schwindet die Skepsis bezüglich der Reife der Technologie, die deutsche Unternehmen gegenüber Location Based Marketing hatten, so die Ergebnisse des Trend Reports. Deutschland liegt bei der reinen Nutzung der ortsbezogenen Daten mit 81 Prozent auf Platz zwei hinter Singapur mit 87 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ordnen alle Befragten dem LBM eine steigende Wichtigkeit zu, dennoch gibt es Unterschiede unter den Ländern. In Deutschland, USA und Singapur planen Unternehmen überdurchschnittliches Marketing-Budget für LBM ein. Hier wird dem ortsbasierten Marketing auch eine überdurchschnittliche Wichtigkeit beigemessen. In Deutschland halten 86 Prozent LBM für wichtig oder sehr wichtig. Der Anteil am Gesamtbudget in der Bundesrepublik steigt auf 40 Prozent, in den USA auf 43 Prozent.

Vorteile

Den größten Vorteil von LBM sehen deutsche (43 Prozent) und britische (45 Prozent) Unternehmen sowie die Befragten aus Singapur (48 Prozent) in der Personalisierung. Aber auch die Fähigkeit, Verkäufe am PoS anzukurbeln (44 Prozent), und die Zielgenauigkeit der Kundenansprache (49 Prozent) stehen in der Bundesrepublik weit vorne. „Im Vergleich zu 2016 liegt eine Steigerung der Zielgenauigkeit um fünf Prozentpunkte vor“, so Szameitat.

Für diese Zielgenauigkeit steht eine Reihe von Lokalisierungstechnologien mit jeweils spezifischen Möglichkeiten zur Verfügung. Dienste wie WLAN und GPS oder installierte Sender wie Beacons, die zur Datenübertragung eingesetzt werden, ermöglichen die Lokalisierung und individuelle Kommunikation mit dem Kunden. Interessant sei hier: Die meist genutzte Technologie ist WLAN, gut zwei von drei Firmen in Deutschland (68 Prozent), Singapur (69 Prozent) und den USA (61 Prozent) setzen sie ein. Deutschland ist außerdem Vorreiter beim Einsatz von Beacons. 37 Prozent nutzen sie, in Zukunft planen weitere 15 Prozent deren Einsatz.

Durch die Kombination der Technologien soll sich die Präzision der Lokalisierung erhöhen, so der Verbund. „Das ist auch der Grund, warum immer stärker die LBM-Lösungen gefragt sind, die Sensor-Fusion – also eine Kombination der verschiedenen Technologien – ermöglichen“, so Szameitat weiter.

Location Based Services

Bei der Frage, welche ortsbezogenen Themen für Unternehmen besonders interessant sind, nimmt hierzulande Location Based Advertising (LBA) den ersten Platz ein (Nutzung 52 Prozent).

Den größten Zuwachs in Deutschland verzeichnet Location Based Loyalty. Deutsche Marketer haben für sich die Möglichkeit entdeckt, den Standort eines Users mit einem Loyalty-Programm zu verknüpfen. Mit einem Sprung von 14 auf 28 Prozent überholen die deutschen Befragten die USA, Kanada und UK. Nur in Singapur interessieren sich mit 43 Prozent noch mehr Unternehmen für diese Möglichkeit.

Über die Studie

Der Verbund LBMA hat 509 Unternehmen für den jährlich erscheinenden Trend Report zum Thema LBM befragt, je knapp 100 aus den weltweit wichtigsten Märkten für ortsbasierte Dienste. Dazu gehören die USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien und Singapur.

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