Virtual und Augmented Reality

Mit virtueller Realität lassen sich Umweltgutachten vorbereiten

Die Ausbreitung von Schall, Licht und Luftschadstoffen lässt sich mit virtueller Realität besser begutachten. Der TÜV Nord will künftig Umweltgutachten virtuell vorbereiten.

Mit virtueller Realität (VR) lassen sich Gutachten erstellen, wenn die Ausbreitung von Schall, Licht und Luftschadstoffen ermittelt werden soll. Bisher müssen sich die Sachverständigen vor Ort ein Bild von der Lage machen. Wo befinden sich die nächsten Wohnhäuser? Wie hoch sind sie, wo sind Balkone und Terrassen? Sind Sportanlagen zu berücksichtigen, welche unbebauten Flächen liegen in der Nähe?

Mithilfe von Daten aus Geoinformationssystemen wird eine Stadt am Rechner geometrisch modelliert. So wird exakt prognostiziert, wo Schall reflektiert wird, sich ausbreitet und es zu Beeinträchtigungen für Menschen kommen kann. Hier hilft die virtuelle Realität: Räumliches Empfinden wird möglich, als sei der Sachverständige vor Ort.

Welche Vorteile VR für ein Umweltgutachten bietet

Die Vorteile von VR für Gutachten erläutert Jana Petersik, Geschäftsführerin des TÜV Nord: „Natürlich haben wir auch bisher schon Aufnahmen in 2D genutzt, aber die Daten in 3D sind mit Virtual Reality besser aufbereitet. Mit der hohen Auflösung können wir ganze Straßenzüge und ihre Bebauung direkt heranzoomen. Das verschafft uns einen Eindruck davon, wo Menschen mit Schutzanspruch wohnen und wo gemessen werden muss. Vor Ort kommen unsere Sachverständigen so deutlich schneller zu Ergebnissen.“

Um das mögliche Potenzial der virtuellen Realität auszuschöpfen, arbeitet der TÜV Nord in einem Pilotprojekt zusammen mit VR-Experten. Dabei liegen die Vorteile auf der Hand: Mit VR haben die Mitarbeiter den Eindruck, als seien sie vor Ort. Zwar sind Virtual und Augmented Reality noch in der Entwicklungsphase, aber der TÜV Nord arbeitet an unterschiedlichen Einsatzszenarien.

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