One-Identity-Studie

Mitarbeiter schnüffeln in Unternehmen herum

One Identity, Anbieter für Identity- und Access-Management-Lösungen, hat in einer globalen Studie herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Beschäftigten bewusst nach Informationen suchen, auf die sie nicht zugreifen dürften.

Dass Mitarbeiter das größte Sicherheitsrisiko in Unternehmen darstellen, ist nichts neues. Wie massiv die Bedrohung aus eigenen Reihen gegenüber sensiblen Daten ist, hat eine One-Identity-Studie herausgefunden, die von Dimensional Research unter 900 IT-Sicherheitsexperten durchgeführt wurde.

Bei den Mitarbeitern, die einräumten, aktiv nach Informationen, die sie nichts angehen, zu suchen oder bereits darauf zugegriffen zu haben, liegen die Deutschen mit stolzen 54 Prozent auf dem weltweiten Spitzenplatz. Weltweit taten dies nur 36 Prozent.

Die Studie ergab außerdem, dass unter allen Befragten 92 Prozent bereits versuchten auf Informationen zuzugreifen, die sie für ihre tägliche Arbeit nicht benötigen. 23 Prozent haben dabei zugegeben, dass das sogar häufig passiert. 36 Prozent haben außerdem eingeräumt, nach sensiblen Informationen zu Leistung und Erfolg des Unternehmens gesucht oder sogar schon darauf zugegriffen zu haben. Unabhängig davon, ob diese Informationen tatsächlich erforderlich gewesen wären.

Schnüffler auf Management-Ebene

IT-Sicherheits-Manager tragen aufgrund ihrer privilegierten Position und den damit verbundenen Zugriffsberechtigungen die größte Verantwortung: 71 Prozent von ihnen gaben zu, nach für sie nicht notwendigen Informationen zu suchen, verglichen mit lediglich 56 Prozent der Mitarbeiter außerhalb des Management-Teams. 45 Prozent der Befragten auf Management-Ebene räumten ein, gezielt nach sensiblen Unternehmensinformationen zu suchen oder bereits darauf zugegriffen zu haben. Das taten im Vergleich dazu nur 17 Prozent der Mitarbeiter in IT-Teams.

Kleine Unternehmen

Je kleiner das Unternehmen, desto mehr wird der Studie zufolge „geschnüffelt“: 38 Prozent der IT-Sicherheitsexperten in Unternehmen mit 500 bis 2.000 Mitarbeitern räumten ein, aktiv nach solchen Unternehmensinformationen zu suchen, während das in Unternehmen mit mehr als 5.000 Beschäftigten nur 29 Prozent tun.

Technologieunternehmen

Wer in Technologieunternehmen arbeitet, interessiert sich ganz besonders für sensible Informationen: 44 Prozent der Befragten, die in einem Technologieunternehmen beschäftigt sind, haben schon aktiv nach Informationen zur Unternehmensperformance gesucht, verglichen mit 36 Prozent der Befragten aus dem Finanzwesen, 31 Prozent aus der Industrie und nur 21 Prozent aus dem Gesundheitswesen.

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